Humboldtschule Bad Homburg Unesco-Projektschule

Projekt "Nachhaltiger Tourismus"

„Nachhaltiger Tourismus im UNESCO-Weltkultur- und Weltnaturerbe“ – ein fächerübergreifendes Projekt

Als UNESCO-Projektschule orientiert sich die Humboldtschule Bad Homburg in ihrer Arbeit an Leitlinien der UNESCO wie der „Welterbeerziehung“ und der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Aus diesem Grund hat die Humboldtschule im Schuljahr 2016/17 im Verbund mit der BBS Wittmund an „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“, dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, teilgenommen und ein breit angelegtes Projekt zum Thema „Nachhaltiger Tourismus im UNESCO-Weltkultur- und Weltnaturerbe“ durchgeführt. Das Projekt war ein Beitrag im Themenfeld „Nachhaltiger Tourismus im UNESCO-Welterbe“ der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.

In der Beschreibung des Themenfeldes heißt es unter anderem: „Die Umsetzung eines nachhaltigen Tourismus im Welterbe – sei es an Kultur- oder Naturerbestätten -, bildet einen der inhaltlichen Schwerpunkte des UNESCO-Welterbeprogramms. Ein ungelenkter und ausufernder Tourismus hat oft negative Auswirkungen auf die natürliche Umwelt und auf die von ihr lebenden Gemeinschaften sowie auf die Welterbestätten selbst. Tourismus kann also zu einem erheblichen Belastungsfaktor werden […]. Um dies zu vermeiden, ist eine behutsame, natur- und denkmalverträgliche Gestaltung des Tourismus erforderlich.“ (Auszug aus: „denkmal aktiv“-Ausschreibung 2016/17, Themenfeld der Deutschen UNESO-Kommission)

Um zu untersuchen, wie Tourismus sich in verschiedenen UNESCO-Welterbestätten gestaltet, haben in der Humboldtschule über 170 Schüler fächerübergreifend in verschiedenen Lerngruppen in Erdkunde, Französisch, Geschichte, Latein, Politik und Wirtschaft und in der UNESCO-AG der Unterstufe zu diesem Thema Recherchen angestellt. Dabei wurden verschiedene Welterbestätten untersucht: Ausgangspunkt war die Kurstadt Bad Homburg und deren Bewerbung um Anerkennung als Weltkulturerbe, darauf folgten die Kathedrale von Chartres, die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal, der Obergermanisch-Raetische Limes, der Nationalpark Serengeti, die Altstadt von Straßburg, Le Havre, die mittelalterliche Handelsstadt Provins, Paris mit Schloss und Park von Versailles, das Weltnaturerbe Wattenmeer, u.v.m.

Im Fachbereich Latein wurde der nachhaltige Tourismus am Limes kritisch unter die Lupe genommen. Bei Recherchen in Literatur und Internet, durch Interviews mit Familie, Freunden und Herrn Rüdiger Schwarz, Archäologe und Museumspädagoge im Römerkastell Saalburg, gingen die Schüler diesem Thema auf den Grund. Die Lateinschüler fanden dabei vieles heraus: Der Limes wird durch die Zusammenarbeit vieler Gremien – zum Beispiel im Bereich Denkmalpflege - institutionell geschützt und den Touristen so anschaulich präsentiert, dass diese motiviert werden, ihn dauerhaft zu erhalten. Dennoch konnten die Schüler Empfehlungen für einen noch nachhaltigeren Tourismus am Limes im Bereich Bad Homburg/Saalburg geben: Um diesen zu gewährleisten, müssten mehr Busse zur Saalburg fahren – die meisten Saalburgbesucher nehmen wegen der selten fahrenden Busse das Auto. Auch Mülltrennung müsste durchgeführt werden – die Stadt Bad Homburg schickt wöchentlich nur einen Müllwagen zur Saalburg, in dem der gesamte Müll ungetrennt abtransportiert wird.

Höhepunkte des Projekts bildeten verschiedene Exkursionen der einzelnen Projektgruppen und die Ausstellungseröffnung am 11.6.17, in der die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler der Humboldtschule gemeinsam präsentiert wurden.

Besonders hervorzuheben ist, dass dieses Projekt neben der Unterstützung von „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“, dem Schulprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, und der Förderung der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. von ausgesprochen vielen weiteren Personen und Institutionen unterstützt wurde:

Stadt Bad Homburg (Herr Hetjes – Oberbürgermeister), Förderverein (Frau Schreiber) und Kioskverein (Frau Loewen) der HUS, Saalburgmuseum (Herr Dr. Amrhein, Herr Schwarz, Herr Herrmann), Deutsche Limeskommission (Frau Matesic), Landesamt für Denkmalpflege Hessen/Abteilung hessenARCHÄOLOGIE (Herr Dr. Mückenberger), Stadtarchiv Bad Homburg (Frau Datzkow), Verein Deutsche Limesstraße

Bei allen möchten wir uns ganz herzlich bedanken!