Humboldtschule Bad Homburg Unesco-Projektschule

Gegenwart und Geschichte

2008 bis 2016 Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und globales Lernen

Seit dem Schuljahr 2008/2009 hat die Humboldtschule ihre globale Ausrichtung verstärkt wahrgenommen und ausgebaut. Eine weitere zentrale Zielsetzung wurde verfolgt, die Eigenverantwortung der Schüler/innen.

Globales Lernen:

  • Eingeführt wurde das Model United Nations (MUN), bei dem Schülerinnen und Schüler der Humboldtschule nach einjähriger Vorbereitung zu einer internationalen Konferenz mit Jugendlichen aus aller Welt reisen. In vier Tagen nimmt jeder Teilnehmer die Rolle eines Diplomaten der Vereinten Nationen ein und alle Diplomaten debattieren aus Sicht verschiedener Nationen über reale Themen der UNO.
  • Im Jahr 2009 sind Schülerinnen und Schüler erstmals im Rahmen einer Lernreise nach Tansania gereist, um dort mit den Schülerinnen und Schülern der Mwanga High School gemeinsam zu arbeiten und zu lernen. Seitdem finden gegenseitige Besuche statt.
  • Von der Kultusministerin des Landes Hessen wurde die Humboldtschule 2011 als CertiLingua Schule anerkannt. Damit ist die Humboldtschule berechtigt, das CertiLinguaExzellenzlabel zusammen mit dem Abitur zu vergeben. Mit dem Exzellenzlabel CertiLingua werden Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet, die mit dem Abitur besondere Qualifikationen in europäischen und internationalen Dimensionen nachgewiesen haben. Dazu gehören neben hoher Kompetenz in zwei Fremdsprachen auch bilinguale Sachfachkompetenz sowie der Nachweis europäischer und internationaler Handlungsfähigkeit. Das CertiLingua Exzellenzlabel soll den Absolvent/inn/en den Zugang zu international orientierten Studiengängen erleichtern.
  • 3 for one goal ist ein 2010 eingeführtes Projekt, bei dem die Humboldtschule mit ihren Partnerschulen in Frankreich und Tansania zusammen an einem gemeinsamen Ziel arbeitet und alle drei Schulen einen Tag lang soziale Projekte unterstützen.
  • Zahlreiche Projekte, die Einführung verschiedener Arbeitsgruppen und vielfältige Aktionen haben die Ziele der Humboldtschule als UNESCO-Projektschule verstärkt: Austauschfahrten nach Vernon, Poissy in Frankreich, Mauritius, St. Petersburg, die Dialogprojekte mit Tansania, die Reisen der Big Band und UNESCO Ag nach Dubrovnik als Kulturbotschafter der Stadt Bad Homburg, Projekttage zum Welterbe Grube Messel und Limes, die 2010 eingeführten UNESCO-Projekttage, die seitdem jährlich stattfinden, und die beiden kontinuierlich arbeitenden UNESCO-Arbeitsgruppen.

Eigenverantwortung:

  • Im Jahr 2009 wurde die politische Vertretung der Schülerinnen und Schüler der Humboldtschule unter der engagierten Leitung ihres Schulsprechers Ludwig Scherm weiter entwickelt und das Schülerparlament der Humboldtschule eingeführt, das jährlich mehrfach tagt und bei dem wichtige Projekte und Anliegen der Schülerschaft diskutiert und auf den Weg gebracht werden. Z.B. konnten auf dem Schulhof zusätzliche Angebote bereit gestellt werden und es wurden Coachingvorträge für die Oberstufenschülerinnen und -schüler eingeführt.
  • 2010 wurde die Humboldtschule erneut als Schule mit dem Schwerpunkt Musik vom Hessischen Kultusministerium ernannt. Inzwischen gibt es in jeder Jahrgangsstufe von 5 bis 9 jeweils eine Musikklasse, in der jede Schülerin und jeder Schüler ein Instrument spielt, sodass diese Klassen jeweils ein eigenes Ensemble bilden können und eigene Musical- und Konzertaufführungen bestreiten.
  • Seit 2012 hat die Humboldtschule einen neuen Internetauftritt, der von einem Schülerteam, Tobias Dora, Simon Edelmann, Christian Vornhagen, unter der Leitung von Herrn Nolting organisiert wurde. Die selbstständige Arbeit der Schüler im Team führte zu bemerkenswerten Leistungen.
  • Der Humboldtschule wurde wiederholt für das besondere Engagement im Bereich "Schule und Gesundheit - Umweltbildung und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" der Titel "Umweltschule" vom Hessischen Kultusministerium verliehen.
  • Die Humboldtschule hat den Bereich Ästhetische Bildung - Kunst grundlegend vertieft, an zahlreichen Wettbewerben teilgenommen und viele Preise gewonnen, u.a. zwei Mal den ersten Preis im Wettbewerb "Kunst aus den Schulen in der Galerie Artlantis", der von der Isaak-von Gerning-Stiftung durch den Landrat des HTK vergeben wurde.
  • Im Jahr 2011 wurde bei der feierlichen Entlassung der Abiturient/inn/en erstmalig der Humboldtpreis für herausragendes Engagement an der Humboldtschule vergeben. Der erste Preisträger war Ludwig Scherm im Jahr 2011. Im Jahr 2012 erhielt Philipp Epstein die besondere Auszeichnung.
  • Seit dem Jahr 2009 sind in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 Experten- und Förderkurse in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch eingerichtet worden. Unterstützt werden einerseits Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen, andererseits Lernende mit Schwächen in den einzelnen Fächern. Balser (2012)

Ab 2013

In den Jahren 2012 bis 2014 (mit fortlaufender Aktualisierung) hat das Kollegium der Humboldtschule ein Curriculum für alle Fächer mit Kompetenzorientierung erarbeitet, das strukturell einheitlich ist und als Orientierung und Wegweiser für die einzelnen Fachkolleginnen und -kollegen dient, aber auch die Schnittstellen beim Übergang von den Grundschulen in die Humboldtschule oder in die Einführungsphase deutlich macht.

Ein umfassendes Schulprogramm wurde von allen Mitgliedern der Schulgemeinde entwickelt und  ist auf unserer Website einsehbar und wird fortlaufend aktualisiert und evaluiert.

Das Ziel, globales Lernen als UNESCO Schule, zieht sich wie ein roter Faden durch alle Fächer und Lernbereiche.

Seit 2013 ist das Projekt Model United Nations fest in der Schule verankert worden: 

Jedes Jahr findet eine Reise in die Vereinten Nationen in New York, mit dem Programm der Simulation des Weltsicherheitsrates, der Generalversammlung und der verschiedenen Ausschüsse, gemeinsam mit Studenten und Schülern aus der ganzen Welt statt. Die Schülergruppen, die mit Frau Döpke und Herrn Dr. Hautmann die UNO in New York und zusätzlich Washington besuchen, werden in dem 2015 errichteten bilingualen Kurs Politik und Wirtschaft in der Einführungsphase über ein Jahr hin auf die Teilnahme vorbereitet. Damit wird sowohl das Erlernen der Fremdsprache Englisch in hohem Maße intensiviert als auch eine äußerst differenzierte Vorbereitung auf politische Zusammenhänge im global internationalen Kontext geleistet. Seit 2016 wird Politik und Wirtschaft auch bilingual (Englisch) in bestimmten Klassen der Jahrgangsstufe 8 unterrichtet.

Seit 2013 gibt es eine weitere Partnerschule der Humboldtschule in Costa Rica, das Gymnasium Franz Liszt, mit dem jährliche Austausche stattfinden. Spanisch als 2. Fremdsprache ist eingeführt und wird nach einigen Jahren Beschränkung auf eine Klasse seit 2016 für jede Schülerin oder jeden Schüler angeboten sowie die anderen beiden Fremdsprachen Latein und Französisch auch.

2014  wurde der Humboldtschule erneut das Prädikat Schwerpunktschule Musik vom Hessischen Kultusministerium verliehen. Das Orchester unter Leitung von Sabine Hartmann umfasst inzwischen annähernd 90 Teilnehmer, es sind zusätzliche Kammerensembles entstanden, die virtuos spielen und in den diversen Konzerten in der Humboldtschule auftreten.

Die Big Band unter Leitung von Alexander von Edlinger ist beim Wettbewerb des Hessischen Rundfunks ausgezeichnet worden

Beide Ensembles vertreten die Werte der Humboldtschule bei ihren Gastspielreisen: Die Big Band in Dubrovnik, das Orchester in Cabourg mit dem D-Day Konzert im Jahr 2016. Hinzu kommen die Streichhusiker unter Leitung von Simone Breidenbach, das Bläserensemble unter Leitung von Steffen Müller, die Chöre für die jüngsten Schülerinnen und Schüler und für die Oberstufe mit Björn Nolting und Pia Oberbillig.

Im Jahr 2014 ist die Humboldtschule mit dem Schulpreis des Bundespräsidenten ausgezeichnet worden, der von Bundespräsident Joachim Gauck in Schloss Bellevue in einer feierlichen Veranstaltung an Schulleiterin Ursula Balser, UNESCO-Beauftragten Klaus Schilling und Schulsprecher David Mitrovic übergeben wurde.

Die Fachschaft Kunst hat in der Zeit wiederholt den 1. Preis beim Wettbewerb der weiterführenden Schulen des Hochtaunuskreises erzielt, zuletzt 2016 unter Imken Dietrich. 

Bundespreisträgerinnen im Europäischen Wettbewerb und ausgezeichnet für ihre Installationen werden Anna Breuninger und Sophie Merl im Jahr 2015 unter der Leitung vom Imken Dietrich. Zahlreiche Preise können weitere Schülerinnen und Schüler im Europäischen Wettbewerb erzielen.

Im Sport werden die Basketballerinnen unter Christoph Gottschalk Landesmeister und Vizemeister Deutschland 2014 und Landesmeister Hessen 2016 und belegen 2016 den dritten Preis auf Bundesebene bei Olympia mach mit.

In den Naturwissenschaften baut die Humboldtschule das Programm für die jungen Forscher in den Jahrgangsstufen 5 und 6 aus. In den naturwissenschaftlichen Wettbewerben "Chemie mach mit" erzielen die Humboldtschülerinnen und -schüler jedes Jahr zahlreiche Preise. Die naturwissenschaftlichen Labors und Sammlungsräume können für die Arbeit des forschenden Lernens sehr gut genutzt werden.

An der Humboldtschule entsteht ein starkes Tischtennisteam unter der Leitung von Fabian Gelies, das zahlreiche Wettkämpfe gewinnt.

Die Golfmannschaft unter der Leitung von Christoph Gottschalk entsteht und gewinnt gleich von Anfang an bei verschiedenen Wettkämpfen.

Im Jahr 2016 wird das Dialogprojekt "Frieden zuerst" mit der Partnerschule in Mwanga Tansania durchgeführt unter der Leitung von Klaus Schilling, Thomas Dieter und Frau Skall. Damit wird die Dialogebene mit der Mwanga High School verstärkt und die Partnerschaft in die Zukunft geführt: Begegnung als Partner mit gleichen Zielen und gemeinsam getragenen  Vorhaben. 

Die ersten Educational Volunteers kommen aus Mwanga 2015 an die Humboldtschule. Mena Kenera, Schulleiterin der Mwanga High School, und Ursula Balser, Schulleiterin der Humboldtschule legen in ihren gemeinsamen Gesprächen seit 2014 Ziellinien für die Zukunft fest.

Das sozialpädagogische Coaching mit Nadja Kühn, examinierte Pädagogin mit Zusatzausbildungen in gewaltfreier Kommunikation und bei Jesper Juuls,  wird im Jahr 2016 eingeführt und ergänzt die sozialpädagogische Beratung mit der Jugend- und Kinderpsychoanalytikern Frau Zöltsch.

Für den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium ist unter Mareike Hilge ein Konzept erarbeitet worden, das vom Klassenlehrertraining bis hin zu einem differenzierten Programm in den ersten Wochen der Fünftklässler reicht.

Unter Sebastian Kley wird das Konzept der Berufsorientierung erweitert und wesentlich optimiert. In Zusammenarbeit mit der Goethe Universität in Frankfurt, dem Rotary Club Friedrichsdorf, wichtigen lokalen Firmen, dem Arbeitsamt u.a. Partnern entstehen kompakte Informationsveranstaltungen für die Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase. 

Die Humboldtschule bildet zu Beginn des Jahres 2016 die Intensivklassen für die Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprachen. Koordinator wird Özhan Ezli. Auf verschieden Sprachebenen werden die Schülerinnen in der deutschen Sprache unterrichtet. Stephanie Maharaj unterrichtet die Schülerinnen und Schüler und nimmt die Einstufung vor. Das  Konzept sieht eine Integration in reguläre Klassen genauso vor wie das intensive Erlernen der deutschen Sprache und eine individuelle Betreuung durch den Koordinator. Die Humboldtschule engagiert sich 2015/2016 bei der Flüchtlingshilfe mit zahlreichen Aktionen, Deutschkursen und Bereitstellung von Räumlichkeiten.

Die SV wird in den Jahren 2012 bis 2016 immer größer. Im Jahr 2015 übernimmt Alexander Döpke die Arbeit als Verbindungslehrer. Die SV engagiert sich in Fairtrade Projekten, bei sportlichen Veranstaltungen und politischen Diskussionen, z.B. der Kandidatinnen und Kandidaten bei der Oberbürgermeisterwahl Bad Homburgs im Jahr 2015. 

Die Humboldtschule unterstützt mit zahlreichen Aktionen die Bewerbung der Stadt Bad Homburgs als FairTrade Stadt. Eine Schülerin der Humboldtschule erringt den ersten Platz bei der Entwicklung des Covers für die FairTrade Schokolade der Stadt Bad Homburgs wiederum unter der Leitung von Imken Dietrich.

Die Steuergruppe Fair Trade Schule bündelt die zahlreichen Aktivitäten der Humboldtschule zu Fair Trade.

Mit dem Humboldtpreis werden ausgezeichnet: 

2014 Christian Vornhagen für sein umfassendes Engagement in der Humboldtschule

2015 Lars Vornhagen für sein umfassendes Engagement in der Humboldtschule

2016 Florian Bartsch für seinen Einsatz in der Schülerzeitung, in der SV, als Moderator, seine Aktivitäten im Sinne des Werteverständnisses der Humboldtschule

Zu Beginn des Schuljahres 2016/2017 kann ein weiteres neues Gebäude, das E-Gebäude der Humboldtschule bezogen werden. Im Gebäude sind die höheren Jahrgänge der Sekundarstufe 1 untergebracht. Zahlreiche Differenzierungsräume ergänzen die regulären Klassenräume. Die Hausaufgabenbetreuung findet dort am Nachmittag statt. Schöne Außenanlagen ergänzen den modernen Bau.

Mit großen Beträgen haben Förderverein und Kioskverein das Projekt unterstützt: Der Kioskverein das Fußballfeld im Außenbereich, der Förderverein die modernen medialen Pulte im Innenbereich.

Eine gute Zusammenarbeit mit dem Bauleitungsteam des Hochtaunuskreises ermöglicht die Inbetriebnahme zum regulären Termin und die einwandfreie Fertigstellung.

Ursula Balser 2.9.2016

1900: Städtische Höhere Mädchenschule

Der Ursprung der Humboldtschule geht auf eine höhere Mädchenschule zurück. Im 19. Jahrhundert waren mehrere Privatschulen in Homburg entstanden, die den Mädchen Französisch und Englisch sowie Handarbeiten beibrachten. Das bekannteste war das von Franz Seidenstricker im Jahr 1844 gegründete und von Louise Reuter fortgesetzte Mädcheninstitut, aus dem am 1. April 1900 die „Städtische Höhere Mädchenschule“ erwuchs.

1904: Kaiserin-Auguste-Viktoria-Schule

Nach einer kurzen Übergangszeit in der Castillostraße 16 bezog sie das neuerrichtete Gebäude in der Gymnasiumstraße 3. Von 1904 an hieß sie „Kaiserin-Auguste-Viktoria-Schule“, sie trug damit den Namen der letzten deutschen Kaiserin. Der erste Schulleiter Carl Blümlein sorgte für die Umwandlung der Schule in ein Lyzeum bis zur 10. Klasse. Ab 1926 konnte man die Oberstufe in Frankfurt und ab 1934 in dem benachbarten Jungengymnasium „Kaiserin-Friedrich-Schule“ (KFS) besuchen. 1941 gab es die ersten Abiturientinnen an der eigenen Schule.

1946: Realgymnasium für Mädchen

Der 2. Weltkrieg erschwerte den Schulalltag nachhaltig. Ab November 1944 wurde das Schulgebäude in ein Lazarett umgewandelt; die Mädchen mussten in die benachbarte KFS umziehen. Am 8. März 1945 zerstörten Brandbomben das verlassene Lyzeumsgebäude. Der Unterricht kam immer mehr zum Erliegen. Von 1946 bis 1949 fand der Unterricht in der KFS statt. Danach bezogen die Schülerinnen das neuerrichtete Stammgebäude in der Gymnasiumstraße 3. Das „Realgymnasium für Mädchen“, wie die Schule seit 1946 hieß, bekam wegen des großen Zuwachses Raumprobleme. Deshalb wurde am damaligen Stadtrand in der Jacobistraße eine neue Schule errichtet und am 16. August 1962 eingeweiht (damals nur der Schustertrakt und ein Atriumsbau).

1967: Humboldtschule

Im Herbst 1967 wurden die ersten Jungen im Rahmen der neueingeführten Koedukation eingeschult. Spätestens jetzt musste ein neuer Schulname her. Man entschied sich schließlich für den Namen „Humboldtschule“ und bezog sich auf die beiden Brüder Humboldt als Repräsentanten der Geistes- und Naturwissenschaften.

Da ab 1968 die Gefahr bestand, dass es in Bad Homburg nur eine gymnasiale Oberstufe geben sollte, richtete die Humboldtschule schon ab 1971 den Kursunterricht ein, desgleichen ab 1976 in Zusammenarbeit mit der Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) die Möglichkeit der Teilqualifikation zum Bankkaufmann. Die Schulleitung stellte im Jahr 1985 in einer Gesamtkonferenz den Antrag auf Umwandlung der HUS in eine Gesamtschule. Mit 63 zu 62 Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.

1968 - 1986: Erweiterungen

Mit der Einführung der Koedukation wuchs die Raumnot von 1968 an kontinuierlich, sie hatte teilweise dramatische Auswüchse. So wurden nacheinander zuerst Schichtunterricht eingeführt, dann Baracken aufgestellt, 1974 ein Neubau mit der GKS in die Wege geleitet, der ab 1980 schon eine Aufstockung um 2 weitere Etagen erfuhr, und schließlich ein Erweiterungsbau am Schustertrakt errichtet. Die 1986 gebaute Sporthalle wurde gemeinsam mit der GKS genutzt.

Innerhalb des Fremdsprachenunterrichts wurde ein Schüleraustausch mit zwei Schulen in Frankreich und in England sowie mit einer Schule in den USA eingerichtet. Es gab auch zeitweise Schulkontakte mit Terracina und eine Schulpartnerschaft mit St. Petersburg.

Seit 1996: UNESCO-Projekt-Schule

1996 wurde die HUS UNESCO-Projekt-Schule. Der Schwerpunkt liegt hier in der Partnerschaft mit der Mwanga-High-School in Tansania. Viele Aktionen und Begegnungen weckten das Interesse und die Hilfsbereitschaft bei den Eltern und Schülern. Im Rahmen der Etablierung des internationalen Profils der HUS wurde 1997 der bilinguale Unterricht in Französisch eingeführt. In das Schulprofil nahm man auch die Stärkung des Umweltbewusstseins auf sowie die Verwendung neuer Medien auf. Nach wie vor geben die Arbeitsgemeinschaften in den Bereichen Kunst, Musik, Theater und Sport der Schule ihr Gepräge.

Seit 2003: Sanierung und Erweiterung

Im Rahmen des groß angelegten Schulbauprogramms des Hochtaunuskreises wurde die HUS seit 2003 kontinuierlich saniert, modernisiert und ergänzt, bis hin zur Erweiterung des Schulgeländes auf die Gebäude der ehemaligen Georg-Kerschensteiner-Schule an der Urseler Straße. Über die verschiedenen Stadien dieser Entwicklung können Sie sich links unter Bauliche Entwicklung informieren.