Humboldtschule Bad Homburg Unesco-Projektschule

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Verlegung der ersten Stolpersteine in Bad Homburg - Abendveranstaltung am 18.5. in der Humboldtschule

Datum: 18.05.2016
Zeit: 19:00
Kategorien: Neuigkeiten

Am Nachmittag des 18. Mai werden die ersten elf Stolpersteine in Bad Homburg verlegt. Jeder Stolperstein steht für einen Menschen und erinnert an dessen Leben und Verfolgungsschicksal im Nationalsozialismus. Die Verlegung erfolgt durch den Künstler Gunter Demnig, der das Projekt der Stolpersteine in den 1990er Jahren entwickelt hat und inzwischen über 56.000 Steine in Deutschland und weiteren europäischen Ländern verlegt hat. Nach der Verlegung der ersten Stolpersteine in Bad Homburg wird am 18. Mai um 19 Uhr eine Abendveranstaltung in der Aula der Humboldtschule mit einem Grußwort des Oberbürgermeisters Alexander Hetjes und einem Vortrag von Gunter Demnig sowie unter Mitwirkung von Humboldtschülerinnen und –schülern wie etwa der Jazzcombo Jorise stattfinden.

Die Abendveranstaltung des 18. Mai ist eingebettet in viele weitere Aktivitäten, mit denen sich die Humboldtschule auf die Verlegung der Stolpersteine in Bad Homburg vorbereitet. Die Schülerinnen und Schüler des Lesitungskurses Geschichte der Q2 und aus verschiedenen Klassen der 9. Jahrgangsstufe befassten sich in den vergangenen Wochen mit den Biographien der Familien und Einzelpersonen, zu deren Andenken die Stolpersteine des 18. Mai verlegt werden. Im Geschichts- und Kunstunterricht wurde zur Form des Denkmals der Stolpersteine gearbeitet, im Deutschunterricht der Klasse 9G haben die Schülerinnen und Schüler sich zunächst mit dem Thema der Exillyrik befasst und können am 17. Mai den Neffen des in den 1930er Jahren in Bad Homburg wohnenden Ernst Cohen als Gesprächspartner zusammen mit Herr Schilling begrüßen. Am Nachmittag des 18. Mai werden die Schülerinnen und Schüler der 9B sowie der LK Geschichte der Q2 gemeinsam mit ihren Geschichtslehrern Frau Tylenda und Herr von Edlinger die Verlegung der Stolpersteine als Delegation der Humboldtschule begleiten.

Die Verlegung der ersten Stolpersteine in Bad Homburg ist das Resultat einer breit angelegten öffentlichen Diskussion über angemessene Formen des Gedenkens und entspricht einer Vielzahl an Initiativen, die auch in den vergangenen Jahren immer gerne von der Humboldtschule aufgegriffen und unterstützt wurden. So fanden gemeinsam mit Madeleine Gerrish, der Tochter von Marianne und Fred Schwab, im November 2013 sehr eindrückliche Gespräche mit unterschiedlichen Lerngruppen statt und im November 2014 freuten wir uns über das Zeitzeugengespräch mit den beiden Söhnen des Yitzhak Sophoni Herz in der Aula der Humboldtschule.

Den hohen Stellenwert der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus im Zeichen einer Menschenrechtsbildung für die Gegenwart unterstreichen auch viele weitere Aktivitäten der HUS. Hierzu gehören z.B. die fächerverbindenden Studientage in Weimar und Buchenwald in der Oberstufe oder auch die hervorragende Kooperation mit Partnern wie etwa dem Pädagogischen Zentrum des Jüdischen Museums und Fritz Bauer Instituts und der Begegnungsstätte Anne Frank. Erstmals konnte am diesjährigen UNESCO-Projekttag dabei auch die im November 2015 eröffnete Gedenkstätte in der ehemaligen Frankfurter Großmarkthalle, dem Ausgangspunkt der Deportationen aus Frankfurt, durch eine Schülergruppe der HUS im Rahmen eines Workshops besucht werden.

Der Anfrage der Bad Homburger Initiative Stolpersteine e.V. für die Ausrichtung der Abendveranstaltung hat die Humboldtschule sehr gerne entsprochen und freut sich, Gastgeber dieses festlichen Abends für Bad Homburg sein zu dürfen.