Humboldtschule Bad Homburg Unesco-Projektschule

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Die Liebe zu Deutschland und zur deutschen Sprache

Datum: 30.11.2016
Zeit: 14:32
Kategorien: Französisch

Seit Oktober unterrichtet die französische Fremdsprachenassistentin Anastasia Carvalho an unserer Schule. Mit dunklen Locken und strahlendem Lächeln kommt Anastasia Carvalho ins Lehrerzimmer. Kein Wunder, dass die junge Frau unsere Schüler – selbst die, die Französisch, wie sie sagt, nicht mögen – in ihren Bann zieht.

Seit Oktober unterrichtet die Studentin als Fremdsprachenassistentin bei uns und bringt jeden Tag einen Hauch französischer Lebensart in unsere Klassenzimmer. In ihren Konversationskursen und Klassen wird geplaudert, gelernt, gelacht und dabei werden spielend Hemmungen in der Fremdsprache überwunden.

Geboren und aufgewachsen in Villepreux in der Nähe von Paris, hat die 20-jährige Französin mit portugiesischen Wurzeln schon früh ihre Affinität zu Deutschland entdeckt: „Ich liebe Deutschland und ich liebe die deutsche Sprache“, erzählt Anastasia immer wieder und ihre Augen leuchten vor Begeisterung. Dennoch lernt sie erst seit zwei Jahren Deutsch, überrascht dann umso mehr mit ihren guten Sprachkenntnissen und bezaubert, wie sollte es anders sein, mit ihrem charmanten Akzent. „Erwischt“ hat es sie einst während einer Reise nach Berlin – dort, das verrät sie – lebt nicht nur ihr Freund, sondern dort fühlt sie sich auch am wohlsten. „Deutschland und vor allem Berlin - hier fühle ich mich Zuhause, mehr noch als in Frankreich“. Heimweh kennt sie entsprechend nicht, wenngleich sie natürlich Eltern und Freunde vermisst.

An Bad Homburg gefällt ihr, dass es so ruhig und beschaulich sei und der herrliche Taunus. Momentan genießt sie aber vor allem die besinnliche Vorweihnachtsstimmung auf unseren Weihnachtsmärkten. Glühwein gibt es zwar auch in Frankreich, wie wir lernen, Budenzauber hingegen findet man nicht vielerorts, so dass die junge Frau das gesellige Treiben hier umso mehr genießt. Welche Traditionen und Bräuche es in Frankreich gibt, wird sie in den kommenden Wochen in ihren Unterrichtsstunden sicher auch verraten, um unsere Schüler so nicht nur auf das Weihnachtsfest einzustimmen, sondern ihnen vor allem auch Einblicke in die Kultur ihrer Heimat zu vermitteln.

Angekommen ist Anastasia, das merkt man direkt, nicht nur in ihrer deutschen Gastfamilie, sondern auch im Kollegium der Humboldtschule, das sie, wie sie erzählt, so familiär und so hilfsbereit sei und sie so herzlich aufgenommen habe. Aber auch die Schüler und Schülerinnen unserer Schule haben es Anastasia angetan: Neugierig und offen seien ihr die Französischlernenden aller Jahrgangsstufen begegnet. Am meisten gefalle ihr bei uns aber das Verhältnis zwischen Lehrern und Lernenden und dass es nicht so distanziert sei wie in Frankreich. So ist es am Ende diese enge Lehrer-Schüler-Beziehung, welche sie im kommenden Jahr als prägende Erinnerung an die Humboldtschule mit nach Frankreich nehmen werde.

Lange wird sie dort aber nicht bleiben, denn ihren nächsten Deutschlandaufenthalt hat Anastasia schon fest im Visier: Ihren Master möchte sie in Deutschland machen – und wer weiß, vielleicht kehrt sie eines Tages sogar als Lehrerin zurück: An der Humboldtschule ist sie schon einmal auf den Geschmack gekommen und hat gelernt, wie viel Freude es machen kann, zu unterrichten.