Humboldtschule Bad Homburg Unesco-Projektschule

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Brennen für die Materie

Datum: 15.07.2016
Zeit: 11:53
Kategorien: Neuigkeiten

 Amelie Klaus und Alexej Torgashov (Q2) belegen Platz 14 und 15 beim Landesentscheid der 48. Internationalen ChemieOlympiade

 

Fast 600 Seiten dick ist das Chemie-Portfolio von Amelie Klaus: Jedes einzelne Blatt steckt sorgsam umhüllt in einer Klarsichtfolie. Akribisch sammelt die Oberstufenschülerin die Arbeitsblätter und Materialien aus dem Unterricht aus dem Chemieleistungkurs von Frau Peterle und ergänzt diese mühevolle Zuhause. Wer meint, dass es sich hier um die geballten Werke der Oberstufe handelt, täuscht sich gewaltig: Drei dicke Aktenordner schon stehen in Amelies Regal und beinhalten den Schulstoff der vergangenen drei Halbjahre.

Amelie ist eine Musterschülerin wie sie im Buche steht: Zwölf Notenpunke sind ihre schlechteste Zeugnisnote, ein Allroundtalent mit Interessen in diversen Bereichen. Ihre Vorliebe aber, so betont Amelie, die auch noch Mathematik als Leistungskurs hat, gehört der Chemie, die sie einfach „faszinierend“ findet. Es überrascht also nicht, dass ihre Chemielehrerin, Frau Peterle, sie vergangenes Schuljahr gefragt hat, ob sie nicht Lust habe, an der 48. Internationalen ChemieOlympiade teilzunehmen.

Die olympischen Disziplinen sind zwar weder Hürdenlauf noch Kugelstoßen, doch muss man auch bei der ChemieOlympiade hartnäckig sein, Kampfesgeist beweisen und so einige Hürden nehmen, will man am Ende aufs Siegertreppchen steigen.

Im Landesentscheid, der zweiten Runde des Wettbewerbs, hat Amelie den 14. Platz belegt und hält nun stolz die Urkunde in ihren Händen. Ihr Mitschüler, Alexej Torgashov, hat ebenso Grund zum Strahlen: Er hat den 15. Platz belegt.

Am heimischen Schreibtisch hat Amelie in den vergangenen Sommerferien die erste Hürde erfolgreich genommen: Während ihre Mitschüler am Strand lagen oder mit Freunden die Seele baumeln ließen, hat die engagierte Rothaarige kniffelige Aufgaben gelöst und am Ende ein mehr als zehnseitiges Dokument bei ihrer Lehrerin abgeliefert, um in die nächste Runde zu kommen. „Die dreistündige Klausur an der Karl-Rehbein-Schule in Hanau war dann schon ganz schön aufregend – ich hatte zuvor ja noch nie eine so lange Klassenarbeit geschrieben“, schildert Amelie ihre Eindrücke zur zweiten Runde. Auch diese Hürde nimmt Amelie mit Leichtigkeit und schon jetzt juckt es ihr wieder in den Fingern - trotz erhöhten Leistungsanforderungen kurz vor dem Abitur: Sie überlegt, nun in die nächste Runde zu gehen und bei der kommenden ChemieOlympiade mitzumachen.

Ähnlich wie bei den Olympischen Spielen geht es auch hier um Spitzenleistungen - es geht um Medaillen und die Ehre, die eigene Schule und am Ende auch das eigene Land zu vertreten.

            Wer so für die Materie brennt wie Amelie, die ihre Leidenschaft auf die „tollen Lehrer“ zurückführt, die sie Zeit ihres Lebens gehabt habe und habe, dem traut man als Beobachter so einiges zu. Wir drücken auf alle Fälle die Daumen, wenn es heißen sollte: „Auf die Plätze, fertig, los“!