Humboldtschule Bad Homburg Unesco-Projektschule

Chronik

1997

Zwei Lehrer der HUS, Ernst und Sigrid von Wangenheim, besuchen die MSS für drei Wochen und werden mit großer Gastfreundlichkeit aufgenommen. Die gewonnenen unvergesslichen Eindrücke werden in verschiedenen Veranstaltungen zu Hause berichtet, um der Schulgemeinde das Erlebte zu vermitteln.

1998

Eine Gruppe aus 6 Lehrern und weiteren Erwachsenen unter Leitung von Ulrich Nolte, dem damaligen Schulleiter der HUS, mit 6 Schülern und Schülerinnen verbringt 3 Wochen in Mwanga, hilft z. T. mit beim Ausbau der Schule und erlebt die tansanische Gastfreundschaft. Der Bericht zu Hause über die begeisternden Erlebnisse stößt auf lebhaftes Interesse.

1999

Ernst und Sigrid von Wangenheim sammeln während eines neuerlichen 3-wöchigen Aufenthaltes weitere positive Eindrücke in der MSS und stellen fest, mit welcher Schnelligkeit die angelaufene Hilfe der HUS positive Veränderungen bringt.

Eliet Senkoro kommt mit seiner Frau auf Einladung der HUS und anderer Freunde im Nov./Dez.1999 nach Bad Homburg und berichtet in Klassen der HUS von seiner Schule. Dieser Besuch hinterlässt einen lebendigen Eindruck, da der Schulleiter der MSS diesmal selbst Fragen beantworten kann.

2000

Die zwei Abiturienten Tim Hellbusch und Anne Peters gehen für 6 Wochen als „Assistant Teachers“ nach Mwanga und machen dort ganz neue Erfahrungen. Sie werden begleitet von Eugen Wirsing, der als Computer-Experte die gespendeten und inzwischen in Mwanga eingetroffenen PCs für einen Grundlagenunterricht installiert und vernetzt. Zurück in Bad Homburg berichten alle drei begeistert über ihre Erfahrungen.

2001

Die zwei Abiturienten Maria von Oettingen und Andreas Weber machen  es  ihren Vorgängern nach und  verbringen  ebenfalls 6 Wochen als „Assistant Teachers“. Sie werden mit offenen Armen aufgenommen und bereichern mit ihrer Arbeit den Unterricht. Auch sie berichten in der HUS begeistert von ihren Erlebnissen.

2002

Eugen Wirsing – inzwischen „unser“ Computer-Experte – fliegt im Juli und August für insgesamt 6 Wochen runter, um die Computer der MSS zu warten und auf neuen Stand zu bringen – und dann auch in feierlichem Rahmen in Anwesenheit der örtlichen Honoratioren den Computer-Lehrraum offiziell einzuweihen. Heide Wirsing sowie Ernst und Sigrid von Wangenheim folgen Eugen Wirsing 3 Wochen später zu einem 3-wöchigen Aufenthalt in der MSS. Die Aufnahme in der MSS ist – wie die vorangegangenen Male – sehr herzlich, und es werden die laufenden und zukünftige Projekte besprochen.

2002/03

Antje Kampmann, die an der Humboldtschule 2002 mit den Fächern Mathematik, Musik und Sport ihr zweites Staatsexamen abgelegt hat, fährt für 9 Monate nach Mwanga, um dort als Assistant Teacher zu helfen und Erfahrungen zu sammeln.

2003

In den Sommerferien fährt eine Gruppe von 10 Abiturient(inn)en unter der Leitung von Heinz Höhler und seiner Frau Ingrid nach Mwanga. Die Gruppe wird – wie alle Vorgänger – mit offenen Armen empfangen und engagiert sich in Aufbauarbeiten, Beratung im Computerunterricht u.a. Zurück in Bad Homburg berichten die Teilnehmer differenziert über ihre Erfahrungen. Für alle war der Aufenthalt ein sehr wichtiges Erlebnis, das sie nicht missen möchten.

2004

Vom 7.6. bis 7.7.2004 sind Eliet Senkoro und seine Frau Evaline Kivuyo mit Unterbrechungen in Bad Homburg und nehmen am Schulleben der HUS teil. In den Klassen und Kursen, die sie besuchen, gelingt es ihnen, afrikanisches Leben und afrikanische Kultur zu vermitteln und die Schulpartnerschaft lebendig werden zu lassen.

Wieder in den Sommerferien fahren die Ehepaare Nolte, von Wangenheim und Wirsing für drei Wochen nach Mwanga. Die Aufbauarbeit der MSS hat riesige Fortschritte dank des unermüdlichen Einsatzes des MSS-Schulleiters Senkoro gemacht. Im Namen von Schulleiter Ulrich Nolte wird der „Corner Stone“ des Erweiterungsbaus für die Jungen-Unterkünfte enthüllt.

Weitere Projekte für die MSS werden geplant und detailliert besprochen. Zurück in Bad Homburg findet der Bericht über den neuerlichen Aufenthalt reges Interesse.

2004/05

Vom 3.12.2004 bis 29.1.2005 fliegen Eugen Wirsing und Dr. Lutz Kampmann nach Mwanga, um die im großen Container hinunter geschickten Computer und anderen Geräte anzuschließen. Diese segensreiche Arbeit ist gar nicht hoch genug einzuschätzen, denn ohne diesen freiwilligen Einsatz könnten die Computer überhaupt nicht benutzt werden. Herzlichen Dank!!

2005

Vom 09.-23.05.2005 besucht Schulleiter Eliet Senkoro die Humboldtschule zu weiterem Erfahrungsaustausch und Gesprächen über anstehende Projekte. Auch der Besuch von Schulklassen und viele Gespräche mit Schülern finden statt. Im November fliegt Dr. Lutz Kampmann nach Tansania, um die an die MSS geschickte USV-Anlage zur verlässlichen Stromversorgung der Computer anzuschließen. Trotz erheblicher Anstrengungen gelingt dies in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht; die Anlage muss bis zum Eintreffen von Eugen Wirsing im Juli 2006 warten.

2006

Im Juli/August 2006 fährt eine Gruppe von 7 Personen zur MSS: zum ersten Mal unsere Mwanga-Vereins-Vorsitzende Gerlinde Simon und ihr Ehemann, des Weiteren die Ehepaare Wirsing und von Wangenheim und die Abiturientin Julia Kanis. Julia bleibt sieben Wochen als „Assistant Teacher“ und Eugen Wirsing ebenso lange. Der letztere wartet wieder die technischen Geräte und bringt die USV-Anlage tatsächlich zum Laufen. Die restlichen fünf Gruppenmitglieder bleiben dieses Mal vier Wochen.

Die Aufnahme ist wie immer überaus herzlich. Zu Beginn des Aufenthaltes wird die neue, mit den Einnahmen des letzten Tansania-Basars der HUS gebaute Versammlungshalle feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Viele Besuche, Zusammenkünfte und Gespräche festigen die Partnerschaft und bereiten das neue große Projekt der Errichtung einer “High School“ (Oberstufe) an der MSS vor.

2007

In diesem Jahr sind wieder zwei Abiturientinnen voller Tatendrang für einen  8-wöchigen Aufenthalt nach Mwanga als Assistant Teachers geflogen. Lisa Meinecke und Ann-Kathrin Petith berichten begeistert von ihren Erlebnissen in der Mitgliederversammlung des „MSS-Hilfe e.V." am 27.9.07.

2008

Mit Aufnahme der Unterrichtstätigkeit in der neu gegründeten Oberstufe in Mwanga steht die offizielle Einweihung an. Die HUS wird zur Teilnahme sehr herzlich eingeladen, und es fährt eine Delegation unter Leitung Herrn Noltes zu diesem Festakt am 28.3.2008. Mit von der Partie sind Frau Arneth, das Ehepaar Simon mit ihrem Sohn Kasimir (Abiturient der HUS und einer der Assistant Teachers in Mwanga im Juli/August 2008) sowie die Ehepaare Wirsing und von Wangenheim. Die Aufnahme der Gruppe zeichnet sich wieder durch große Herzlichkeit und Gastfreundschaft aus.

Vom 26.5.-16.6.08 findet der erste Besuch einer Austauschgruppe aus Tansania in der HUS statt. Dank der Aufnahme unserer Schulpartnerschaft in das ENSA-Programm (Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm) des BMZ und damit einer weitgehenden Kostendeckung dieses Pilotprojektes können Eva und Eric sowie der begleitende Lehrer Anthony Sirima nach Bad Homburg kommen. Sie nehmen an einem gründlich vorbereiteten, umfangreichen Programm teil und fühlen sich durch die offene Aufnahme durch die HUS-Schüler und das Kollegium sehr wohl.

Parallel zur Austauschgruppe besuchen der Schulleiter der Mwanga High School, Mr Eliet Senkoro, und seine Frau Evaline Bad Homburg und Berlin vom 26.5.-25.6.08.

2009

Der Gegenbesuch einer Schülergruppe der HUS für drei Wochen im Juli '09 wird intensiv vorbereitet: 5 Schülerinnen und 3 Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 nehmen teil und werden von den Kollegen Frau Redlich und Herrn Schilling begleitet. Der Erfolg ist überwältigend. Die Gruppe entwickelt und erlebt eine neue Form von Freundschaft, wird mit offenen Armen von den Schülerinnen und Schülern der MHS empfangen und kommt begeistert von ihrem Erlebnis Tansania zurück.

2010

Vom 10.06. bis 03.07.10 ist eine MHS-Lernreise-Gruppe, bestehend aus 6 Schülerinnen und Schülern und begleitet von Mrs. Mena Kengera und Mr. Damas, zum Gegenbesuch in der Humboldtschule. Dieser Besuch ist ein großer Erfolg. Das Programm beinhaltet zahlreiche Aktivitäten und Begegnungen in der HUS und eine Vielzahl an für die tansanischen Jugendlichen interessanten Ausflügen. Darüber hinaus lernen sie bei ihren Gastgebern das Leben in deutschen Familien kennen und bekommen einen Einblick in die deutsche Kultur. Auch dieser Besuch ist intensiv in Tansania vorbereitet worden und erfährt eine Nachbereitung nach der Rückkehr in Mwanga u.a. durch eine Präsentation für die ganze Schule, in der die Zurückgebliebenen über die Erlebnisse der Heimkehrer informiert werden.

Im Herbst 2010 wurde wieder mit dem Sammeln von Spendengütern für einen weiteren Container begonnen. Das ging aber nur, nachdem es nach anfangs vergeblicher Suche gelang, von der Stadt Bad Homburg im alten Postgebäude ein Lager zu bekommen. Dieses war ebenerdig und so geräumig, dass alle Spendengüter dort gesammelt, gereinigt, auseinander genommen und verpackt werden konnten. Es liegt auf der Hand, dass viel Arbeit und Zeit investiert werden musste, bis die vielen Gegenstände unterschiedlicher Firmen, aus einer Frankfurter Schule und aus der HUS in den Container geladen werden konnten. Der 12m Container selbst war ein Geschenk einer Frankfurter Spedition. Er sollte insbesondere weitere Ausrüstung für die Naturwissenschaften nach Mwanga bringen, aber auch für den Computerraum gab es neue (gebrauchte) Geräte.

2011

Als nach umfangreicher langer Vorbereitung der Transport mit Unterstützung der GIZ am 01. April 2011 auf die Reise nach Ostafrika ging, war das Aufatmen bei den Bad Homburger Aktiven groß. Aber der Transport sollte diesmal besonders lange dauern. Nach Mombasa konnte das Schiff wegen Überfüllung des Hafens erst nach längerem Liegen auf Reede einlaufen, und nachdem der Container am 02. Juni an den Spediteur freigegeben worden war, dauerte es wegen der Zollformalitäten noch bis Mitte Juli, bevor der Transport in Mwanga eintraf. Positiv ist diesmal zu vermerken, dass keine Zoll- oder Liegegebühren anfielen. Die intensiven Verhandlungen mit der Zollbehörde im Vorfeld hatten Früchte gezeigt. Herr Wirsing empfing den Container in Mwanga und war beim Entladen der Geräte und deren Aufbau wieder dabei. Allerdings hatte er 5 Wochen warten müssen, weil er zum ursprünglichen geplanten Ankunftstermin bereits vor Ort war.