Latein als zweite Fremdsprache
Latein ist keineswegs eine "tote Sprache". Wer Latein lernt, wird in vielen Bereichen seines Lebens davon profitieren. Hier nur die wichtigsten Gründe in Stichworten:
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Viele Fremdworte entstammen dem Lateinischen.
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Die Grammatik anderer Sprachen wird verständlicher.
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Moderne romanische Fremdsprachen sind erheblich leichter erlernbar.
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Lateinunterricht schärft das strukturelle Denken.
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Latein hat einen hohen allgemeinbildenden Wert.
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Das Latinum ist für viele Studienabschlüsse verpflichtend.
Latein ist also ein Fach, das einem schon während der Schulzeit, aber auch im späteren Leben in vielerlei Hinsicht nützen kann.
Während der Schulzeit bietet das Fach Latein vor allem den Vorteil, dass Bezüge zu vielen anderen Unterrichtsfächern hergestellt werden können.
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Im Unterschied zu den modernen Fremdsprachen lernt man im Lateinunterricht nicht, die Sprache selbst zu sprechen, sondern man übersetzt lateinische Texte ins Deutsche. Das bedeutet, dass man die Struktur und Grammatik der Sprache sehr genau betrachtet. Das hilft den Schülern dann sicher im Deutschunterricht und im Unterricht moderner Fremdsprachen, zumal die ganzen Fachbegriffe, die man dann verwendet, aus dem Lateinischen stammen. Darüber hinaus gibt natürlich auch viele inhaltliche Beziehungen vom Deutschunterricht zur griechisch-römischen Antike. Man denke nur an Homers Epen oder die griechischen Tragödien, die im Lateinunterricht ständig vorkommen.
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Mit dem Fach Geschichte sind die Überschneidungen besonders deutlich. Dies gilt selbstverständlich vor allem für die Antike,, aber auch das Mittelalter und die Neuzeit sind ohne Latein nicht denkbar.
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Ähnliches gilt für die Religion, die Philosophie, die Musik und die Kunst. Immer wieder tauchen Inhalte aus der Antike auf, die man im Lateinunterricht von den Grundlagen her kennen lernt.
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Selbst zu den Naturwissenschaften und zur Mathematik lassen sich Bezüge herstellen. So lernt man im Lateinunterricht viel über das Leben von Menschen, deren Erkenntnisse für die Physik oder die Mathematik bedeutsam sind (Archimedes, Thales, Pythagoras u.a.).
Nach der Schulzeit kann es besonders aus zwei Gründen wichtig sein, Latein gelernt zu haben.
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Wer Romanistik, Theologie, Geschichte und Archäologie, studieren will, muss das Latinum zwar nicht mitbringen, aber zum Examen vorweisen. Man kann es also nachmachen, aber das kostet viel Zeit und Mühe. Wer es also schon von der Schule mitbringt, hat den Vorteil, sofort mit seinem Fach starten zu können.
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Unsere westeuropäische Kultur basiert auf der griechisch-römischen Antike. Ob man in Museum geht, eine Oper besucht oder im Mittelmeerraum Urlaub macht: Immer wieder stößt man auf Spuren der Antike. Diese Spuren dann einordnen zu können, von ihnen aus weiterdenken zu können und Bezüge herstellen zu können, sei es zur Geschichte oder sei zur Gegenwart, macht sehr viel Spaß und hält zugleich unserer heutigen Welt einen Spiegel vor.
In der Oberstufe wird Latein an der Humboldtschule nicht als Leistungsfach, wohl aber als mögliches schriftliches und mündliches Prüfungsfach bis zum Abitur angeboten.
Für die Fachkonferenz Latein: Norbert Schmedt