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Ein Bericht von Yannik Krabbe
6.15 Uhr aufstehen, duschen, frühstücken, Schreibzeug zusammenpacken... ein ganz normaler Wochentag... aber es ist Samstag, der 18. März 2006: Der Tag der Mathematik für Mathekurse aus der 12. Jahrgangsstufe in ganz Hessen.
Mit zwei Autos und sechs mehr oder minder wachen Mathe-LKlern der Humboldtschule geht es schon um halb acht bzw. kurz danach in Richtung Hanau zur Firma Heraeus, einem Standpunkt von vielen in ganz Hessen, an dem der Tag der Mathematik zelebriert wurde.
Als die riesige Kantine der Firma (ca. 1000 Sitzplätze) erreicht wurde, die Anmeldung getätigt war und man einen Platz gefunden hatte, fing das erste Mustern der potentiellen „Gegner“ beim Gruppen- bzw. Einzelwettbewerb an. Ganze 280 Schüler hatten sich allein in Hanau eingefunden, um einen Tag lang Probleme zu lösen, Winkelsätze zu zitieren und sich nach dem Taschenrechner und der Formelsammlung zu sehnen, die beim Wettbewerb verboten waren.
Um 9.45 Uhr ging es mit der Begrüßung als erstem Programmpunkt los, einige kurze Reden wurden gehalten und dann ging es auch schon an den Gruppenwettbewerb. Von den Aufgaben war man erst einmal erschlagen. Komplexe geometrische, stochastische und algebraische Probleme waren zu lösen. Es stellte sich heraus, dass man als Dreiergruppe dann doch eindeutige Nachteile gegenüber den großen Fünfergruppen hatte, da die Zeit einfach nicht ausreichte, sie war mit 45 Minuten bei 4 Aufgaben doch sehr knapp bemessen.
Ohne Pause ging es dann gleich mit dem Einzelwettbewerb weiter, dessen Aufgaben sich als nicht wesentlich einfacher herausstellten....und dann musste man auch noch alleine auf die Lösung kommen. Nach weiteren 45 Minuten und 4 Aufgaben war dann die ersehnte und verdiente Mittagspause erreicht. Gestärkt mit dem überraschend guten Kantinenessen und einer Tasse Kaffee ging es dann langsam wieder an die Arbeitsplätze. Nun stand der sogenannte „Hürdenlauf“ an, bei dem knifflige, mathematische Fragestellungen in möglichst kurzer Zeit bewältigt werden mussten. Diese Aufgaben stellten sich dann als etwas weniger komplex und schwierig dar und beide Gruppen der Humboldtschule waren immer noch mit vollem Einsatz am Werk.
Im Anschluss an den Speedwettbewerb konnte man sich dann zurücklehnen, auch die Lehrer hatten ihre zeitgleiche Fortbildung abgeschlossen. Doch es stand jetzt keine Pause auf dem Programm, sondern der Vortrag von Frau Dr. Stengel vom Zentrum für Mathematik, die alle Lösungen für die am Tag bewältigten Aufgaben vorstellte. Bereits nach der ersten besprochenen Aufgabe stellte sich heraus, dass die Lösungen sehr knifflig waren. Als nämlich Frau Dr. Stengel die Frage stellte, wer die erste Aufgabe richtig gelöst habe, meldete sich keine einzige der 62 Gruppen.
Anschaulich wurden die zum Teil sehr komplexen Lösungen dargestellt, wie man allerdings auf einen einseitigen Term in einer Dreiviertelstunde kommen soll, ohne einen IQ von über 1000 zu haben, blieb vielen Beteiligten fraglich.
Nach dem Vortrag gab es noch einmal eine Kaffeepause, die vor allem zum Korrigieren der Wettbewerbe genutzt wurde. Um 15 Uhr stand dann auch tatsächlich schon das Ergebnis fest, die korrigierenden Veranstalter hatten wirklich große Arbeit geleistet.
Es folgte die Siegerehrung der ersten 20 im Einzelwettbewerb beziehungsweise der ersten 10 Gruppen.
Für die Humboldtschule hielt die Siegerehrung einen hervorragenden 11.Platz bereit, den Christian Stock erlangte. Ausgezeichnet mit einer Urkunde kehrte er an den Tisch zurück um dann mit anzusehen, wie ein Schüler der Kopernikusschule sowohl den ersten Platz im Einzel- als auch im Gruppenwettbewerb zu erlangen; der beste Mathematiker unter ca.250 Teilnehmern.
Während die glücklichen Gewinner sich zum Siegerfoto aufstellten, holten die restlichen Teilnehmer nicht ganz ohne Genugtuung ihre Teilnehmerurkunden ab, schließlich hatte man einen langen Tag lang gerechnet und geknobelt, bis der Kopf geraucht hat.
Knapp zwei Stunden später war man dann wieder wohlbehalten in Bad Homburg angekommen und konnte sich dann erst mal von diesem anstrengenden Samstag erholen und sich ausschlafen.
Die Urkunden....und die erfogreichen Besitzer:
Einzelwettbewerb:
Christian Stock (11. Platz )
Teamwettbewerb:
C. Stock, T. Bartusch, F. Gasiork, Y. Krabbe, J. Hofmann, F. Brinkmann
