Humboldtschule

 

 

 

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Une expérience à refaire!

Ich war letztes Jahr (2008/2009) für 6 Monate als Gastschüler in Vernon (Frankreich). Meine Gastfamilie kannte ich bereits durch den Austauch meines Bruders und ich besuchte sie vor meinem Auslandsjahr zwei mal in den Ferien. In der zehten Klasse, als sich dann für mich die Frage stellte, ob ich ins Ausland gehen wolle, hatte ich mich weder auf ein Auslandsjahr vorbereitet, noch großartig darüber informiert. Da ich bei meinen zwei Aufenthalten sowohl mit der Gastfamilie als auch mit den Lehrern und Schülern des Collège sehr gute Erfahrungen gemacht hatte, entschied ich mich für einen längeren Zeitraum nach Vernon zu gehen. Beim Abwickeln der bürokratischen Schritte erhielt ich viel Unterstützung von der Gastfamilie und der Deutschlehrerin des Lycée, das ich besuchen sollte.

Zur Familie kann ich eigentlich nur Positives sagen. Mit meinen Gastbrüdern hatte ich viele gemeinsame Interessen und wir hatten gemeinsam viel Spaß. Natürlich musste ich im Haushalt mithelfen, wie zum Beispiel Tischdecken oder Abwaschen.

In der Schule hatte ich am Anfang natürlich Schwierigkeiten direkt Anschluss zu finden. Doch war auch für die Mitschüler das Lycée etwas Neues. Da ich die „Seconde“ besuchte, insofern fiel mir der Einstieg in die Klassengemeinschaft leicht. Die meisten Mitschüler waren sehr hilfsbereit und interessiert an dem, was ich dort machte. Nach zwei bis drei Wochen „war ich dann wirklich in der Sprache drin“. Auch die Lehrer hatten Verständnis dafür, dass ich nicht mit allen Aufgaben perfekt umgehen konnte, versuchten mich jedoch gut zu fördern. Deswegen konnte ich meine Sprachkenntnisse ausbauen.

Doch nicht nur in Hinsicht auf die Schule profitiert man. Wenn man auf einmal neue Leute kennenlernt und sich in einem anderen Umfeld befindet, merkt man, wie man auf andere wirkt und gewinnt Sicherheit im Umgang mit anderen Menschen. Auch dies war eine sehr wichtige Erfahrung für mich.

Da ich nur ein halbes Jahr weg war, fiel mir der Einstieg in das zweite Halbjahr relativ leicht. Ich wäre jedoch auch gerne länger geblieben. Ich kann jedem nur empfehlen, den Schritt ins Ausland zu wagen, um viele Erfahrungen für die Schule und für sich selbst zu sammeln!

Tobias Schichtel