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Die Abfolge der bilingual unterrichteten Fächer
Halbjahr bilingual unterrichtetes Sachfach Stunden 7.2 Geschichte 3 Abwahlmöglichkeit am Ende von Klasse 7 8.1 Geschichte 3 Erdkunde 2 8.2 Geschichte 2 Erdkunde 3 9.1 Geschichte 3 9.2 Geschichte 3 Abwahlmöglichkeit am Ende der Mittelstufe Oberstufe (10-12) Grundkurs Geschichte bilingual, kann als Prüfungsfach für das Abitur gewählt werden 3
Zugang zum bilingualen Zweig
Alle Schülerinnen und Schüler, die in der 5. Klasse zum bilingualen Zweig angemeldet worden sind (Französisch 1. FS), nehmen am bilingualen Unterricht in Klasse 7 teil und lernen im Laufe der 7. Klasse diesen Unterricht kennen. Am Ende der 7. Klasse entscheiden die Schüler über den weiteren Verbleib oder das Verlassen des bilingualen Zweigs (ca. 6 Wochen vor Beginn der Sommerferien). Nach dieser Entscheidung können Sie den bilingualen Zweig erst wieder nach der 9. Klasse verlassen. Aufgrund der zunächst etwas langsameren Progression ist eine gewisse Kontinuität (7.-9. Kl. verbindlich) erforderlich.
Leistungsbewertung
Im bilingualen Sachfachunterricht wird die Leistung im Fach Geschichte oder Erdkunde bewertet. Die sprachliche Leistung bei Halbjahresarbeiten oder Tests geht nicht in die Note ein, da die Fremdsprache in diesem Fall lediglich Medium und nicht Ziel des Unterrichts ist. Alle sprachlichen Fehler werden korrigiert, aber nicht als Fehler gewertet. Die sprachliche Leistung kann lediglich indirekt mitbewertet werden, wenn der Schüler oder die Schülerin sich so mangelhaft ausdrückt, dass die inhaltlichen Aspekte nicht mehr hinreichend dargelegt werden können und unverständlich bleiben.
Zielsetzungen
Der bilinguale Unterricht zielt auf eine annähernde Zweisprachigkeit sowie auf die Fähigkeit, in einer Fremdsprache, hier Französisch, über zentrale Aspekte von Gesellschaft, Staat, Wirtschaft, Kultur und Natur zu sprechen. Er fördert das interkulturelle Lernen und leistet aufgrund des Perspektivenwechsels einen wichtigen Beitrag zur Schaffung eines europäischen und internationalen Bewusstseins. Er qualifiziert darüber hinaus für den europäischen Binnenmarkt, da die SchülerInnen, die den bilingualen Bildungsgang absolviert haben, über eine herausragende sprachliche, aber auch fachliche Kompetenz verfügen.
Bilingualer Untericht bedeutet immer auch einen permanenten Perspektivenwechsel von der Sprache und Kultur des Ziellandes hin zur Muttersprache und Kultur des eigenen Landes. Diese interkulturelle Orientierung fördert die Offenheit gegenüber Fremdem und Andersartigem und führt zu einem tieferen Verständnis für die Besonderheiten der eigenen, vor allem aber auch der fremden Kultur und Gesellschaft.
Die Konfrontation mit fremden Perspektiven und Lebensvorstellungen führt zur reflektierten Auseinandersetzung mit den eigenen kulturellen Grundlagen und stellt damit einen entscheidenden Beitrag zur kulturellen und politischen Identitätsfindung dar.
Das didaktische Prinzip der Handlungsorientierung findet seinen Niederschlag in der zunehmend selbständigeren Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand unter Einbeziehung der „neuen Medien“. Internetrecherchen und e-mail-Projekte begleiten den Unterricht ebenso wie Austauschfahrten zu unseren befreundeten Schulen in Vernon und Poissy.
Bilingualer Unterricht öffnet den SchülerInnen neue Perspektiven und führt bei hoher Motivation zu einer verstärkten Identifikation mit der Kultur und Sprache Frankreichs.