Humboldtschule

 

 

 

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Zu Gast auf Mauritius

Die schönsten Herbstferien unseres Lebens

Nach dem Besuch der mauritianischen Austauschschüler vor den Sommerferien sind wir, eine Gruppe von 8 Humboldtschülerinnen und -schüler der jetzigen 11. Klasse, in den Herbstferien zum Gegenbesuch auf die Trauminsel Mauritius geflogen.

In den zwei Wochen des Deutschlandbesuchs lernten die Mauritianer neben zahlreichen kulturellen Aspekten, wie zum Beispiel dem Hessenpark, der Saalburg, der Ronneburg und Kloster Eberbach, auch das Großstadtleben in Frankfurt kennen. Neben Besichtigungen der Frankfurter Hochhäuser wurde auch die Frankfurter Zeil nicht ausgelassen. Zu unserer Verwunderung wurden dort eher verhältnismäßig warme Klamotten gekauft. Die Erklärung dafür war, dass zu dieser Zeit auf der Insel ein für Mauritius ungewöhnlich kalter Winter mit Tiefsttemperaturen von 15°C herrschte.

Drei Monate nach dem Rückflug der Mauritianer, machten wir uns dann auf den Weg ins Paradies und flohen aus der herbstlichen Kälte in die frühsommerliche Sonne der Südhalbkugel. Den 14-stündigen Flug mit Zwischenstop in London vertrieben wir uns mit sommerlichen Vorstellungen und Erwartungen auf die kommenden zwei Wochen. Und unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt.



Als wir am mauritianischen Flughafen ankamen und die Passkontrollen und die Gepäcksuche hinter uns gelassen hatten, sahen wir endlich unsere Austauschpartner wieder und lernten die  Gastfamilien kennen. Wir alle fühlten uns in den Familien von Anfang an wohl.

Die Wochenenden verbrachten wir in den Familien, wo jeweils ein Programm unternommen wurde, um die Insel besser kennen zu lernen. In der Woche besuchten wir entweder mit den Gastschülern die Schule oder unternahmen, während der Schulzeit der Austauschpartner, in der Gruppe zahlreiche Ausflüge. Darunter waren unter anderem zwei Katamarantouren, zahlreiche Strand- und Inlandbesuche und Besuche der kulturellen Orte, wie einer Teefabrik, der „Terre-de-sept-couleur“ (in sieben verschiedenen Farbtönen gefärbte Erde) oder „Beau Bassin“, einer Pilgerstätte für Hindus. Wir lernten auch die örtlichen Wasserwelt durch Schnorchelausflüge und Glasboottouren kennen.

Das Lycée des Mascareignes ist eine Privatschule, die nach dem französischen Schulsystem organisiert ist. Die Schüler haben jeden Tag von 8°° Uhr bis ca. 17°° Uhr Unterricht.

Auf der einen Seite lernten wir so das alltägliche Leben in den Familien kennen, auf der anderen Seite sahen wir auch die touristischen Attraktionen.

Sich unter der Woche mit anderen Austauschpartnern zu treffen, gestaltete sich allerdings durchaus problematisch, da wir größtenteils weit verstreut auf der Insel wohnten und auch nach Schulende (ungefähre Rückkehr nach Hause um 17°° Uhr) kaum noch Zeit blieb.

Mauritius liegt im indischen Ozean, östlich von Madagaskar.. Man findet dort eine eher flache Landschaft, die größtenteils mit Zuckerrohrplantagen bebaut ist. Doch in der Mitte der Insel erstreckt sich eine Bergkette, die von überall auf der Insel zu sehen ist. Die Strände der Insel sehen auch im Original aus, wie aus Postkarten entsprungen. Dort herrscht tropisches Klima und im Frühsommer keine Temperaturen unter 25°C.

Die Insel ist sehr multikulturell geprägt. Die Bevölkerung besteht sowohl aus afrikanisch stämmigen Menschen, sowie aus internationalen Einwanderern. Es kommen auch alle größeren Religionen (Islam, Buddhismus, Christentum) auf der Insel vor. Eine weitere Besonderheit der Insel ist die Sprachenvielfalt. Die amtliche Landessprache ist Englisch, doch gesprochen wird ausschließlich Französisch bzw. Creolisch. Creolisch ist ein Sprachgemisch aus Indisch, Französisch und Englisch. Trotz dieses Dialekts ist die Verständigung ohne Probleme möglich.

Unsere  französischen Sprachkenntnisse wurden durch den ständigen Gebrauch der Sprache sehr gefestigt und erweitert, da wir auch von den dort lebenden Menschen offen, nett und herzlich empfangen und aufgenommen wurden.

Die Freundschaften, die schon hier in Deutschland geschlossen wurden, wurden durch unseren Besuch weiter gefestigt. Wir stehen immer noch in ständigem Kontakt mit den Austauschschülern und ihren Familien und auch zukünftige gegenseitige Besuche sind schon geplant.

Wir möchten nochmals allen, die sich für diesen Austausch engagiert und ihn ermöglicht  haben, danken. Es war eine unglaubliche Erfahrung, die wir niemals vergessen werden. Wir hoffen sehr, dass es gelingt den Austausch weiter fortzusetzen. Für uns waren es auf jeden Fall die schönsten Herbstferien unseres Lebens.

Annika M., Eva A., Hannah B., Hannah J., Isabella H., Lino J., Merlin H., Victoria U.