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Als ein Ergebnis des pädagogischen Tages vom 07.03.2005 entstand der Plan, während der Wanderwoche in einem naturwissenschaftlichen Fach eine Projektwoche in einer 9. Klasse anzubieten. Da ich die Klassenleitung in der Klasse 9 EF2 habe und diese Klasse auch in Chemie unterrichte, bot es sich an, im Fach Chemie eine Projektwoche durchzuführen zum Thema „Farbstoffe herstellen und färben“. Voraussetzung war, dass ein zweiter Chemielehrer für dieses Projekt freigestellt wird. Herr Gottschalk hat dieses Projekt aktiv unterstützen können.
An 4 Tagen arbeiteten wir jeweils 4 Stunden im Labor. Am 5. Tag war eine Exkursion nach Gießen in das Liebigmuseum vorgesehen.
Der Morgen begann jeweils mit einer Einführung in das Thema des Tages. Im Anschluss daran wurde die Klasse aufgeteilt und in den beiden benachbarten Chemieräumen die vorgesehenen Experimente durchgeführt.
Montag: Flammenfärbungen durch verschiedene Salze und Farben im UV-Licht
Dienstag: Herstellen des Farbstoffes Berliner Blau (u.a) & Färben mit Berliner Blau & Herstellen von Blaupausen
Mittwoch: Herstellen von Künstlerfarben und malen & Graffiti auf einem mit Rotkrautsaft getränktem Betttuch
Donnerstag: Färben von T-Shirts mit Indigo
Freitag: Experimentalvortrag und Führung durch das
Am Montag erlebten die Schüler „ein Feuerwerk im Labor“. Dieser Versuch zur Flammenfärbung begeistert die Schüler immer wieder.
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In einem anderen Versuch wurden verschiedene Waschmittel auf Filterpapier aufgetragen. Hier stellte sich heraus, dass einige Waschmittel Farbstoffe enthalten, die unter UV-Licht leuchten. Diese Farbstoffe sollen der weißen Wäsche ein besonders „leuchtendes Weiß“ verhelfen. Zum Abschluss zeigte ein Showversuch, dass auch chemische Reaktionen Licht erzeugen können. (Luminol-Versuch)
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Am Dienstag wurden Versuche zum Farbstoff „Berliner Blau“ durchgeführt. Bei der Herstellung des Farbstoffes gab es keine Probleme. Das Filtrieren dauerte relativ lang. Die Schüler erlebten hier, dass sich die Arbeiten im Chemielabor nicht im 45-Minuten-Takt erledigen lassen. Sie konnten ihre Frühstückspause erst dann einlegen, wenn es der Arbeitsgang beim Experimentieren zuließ.
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Während ein Teil der Schüler Stoffe mit Berliner Blau färbte, waren die Schüler im Nachbarlabor dabei, Blaupausen herzustellen. Sie durften ihrer Phantasie freien Lauf lassen, erkannten aber auch sehr schnell die Grenzen der Gestaltungsfreiheit.
Der Mittwoch stand im Zeichen der künstlerischen Gestaltung mit selbst hergestellten Farbpigmenten einerseits und Graffiti auf Betttüchern mit verschiedenen Lösungen andererseits. Bevor dieses erstellte Transparent im Klassenraum aufgehängt werden kann, muss es noch einige Zeit ausdünsten.
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Den Abschluss der experimentellen Phase dieser Projektwoche bildete am Donnerstag das Färben eigener T-Shirts mit Indigo. Fehler beim Experimentieren führten leider auch zu Misserfolgen. Der Jeansfarbstoff ist oft nicht waschecht. Waren die T-Shirts nicht aus Baumwolle oder war der Färbevorgang nicht exakt durchgeführt, so verlor das T-Shirt sehr viel Farbe beim Waschen und kann daher nicht getragen werden.
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Die Exkursion nach Gießen ins Liebigmuseum am Freitag bildete den Höhepunkt der Projektwoche. Die Schüler folgten gespannt und konzentriert der Experimentalvorlesung von Prof. Dr. Laqua. Er führte mit Worten und Experimenten in die Welt Liebigs. Hierbei wurden auch solche Versuche gezeigt, die die Schüler in dieser Woche kennen gelernt haben.
K. Herkströter