Humboldtschule

 

 

 

  Humboldtschule


 

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Die UNESCO-AG an der Humboldtschule

Leitung:    K. Schilling, S. Kley, M. Kreft

Treffen: jeden Montag um 15.15 Uhr in Raum B 007

UNESCO-Projekt-Schulen (UPS) beschäftigen sich mit den Zielen der Kulturorganisation der Vereinten Nationen (UNESCO).

Auf schulische Ebene übertragen bedeutet dies:

Diesen Zielen fühlen sich über 200 Schulen in Deutschland und weltweit über 6000 Schulen verpflichtet. Sie sind untereinander mit einem Informationsnetzwerk verbunden. In Hessen und bundesweit sorgen Koordinationsstellen für die Zusammenarbeit.

Die Humboldtschule hat seit 1995 beim Netzwerk mitgearbeitet und wurde im Jahr 2000 anlässlich des 100jährigen Schuljubiläums offiziell von der UNESCO in Paris als Mitgliedsschule aufgenommen.

Seit 1995 arbeitet sie intensiv an den oben genannten Schwerpunkten mit. Eine Koordinationsgruppe aus Lehrern, Schülern und Eltern wurde gegründet, die in regelmäßigen Abständen tagt. Verantwortlich ist Herr Herden und sein Team. Hier werden Projekttage geplant (z.B. zu den Themen Menschenrechte, Kinder in der Dritten Welt, Afrika etc.). Auch bei der normalen Unterrichtsgestaltung werden die genannten Themen berücksichtigt. Es besteht außerdem eine sehr enge Zusammenarbeit mit der BLK-Gruppe der Schule, da es viele Gemeinsamkeiten in den Zielen gibt, insbesondere was die Beschäftigung mit Umweltproblemen angeht.

Durch viele Austauschfahrten (England, Frankreich, Russland, USA ) und vor allem durch die intensive Zusammenarbeit mit der Mwanga-Secondary-School in Tansania/ Ostafrikawird die Begegnung mit anderen Kulturen ermöglicht. 

Partnerschaft mit der Mwanga-Secondary-School

Die Beziehung mit dieser Schule ist durch einen ganz persönlichen Kontakt der Schulleiter im Jahre 1995 entstanden. Ein Partnerschaftsvertrag wurde unterzeichnet. Seitdem unterstützt die Humboldtschule die Schule in Mwanga in ganz besonderer Weise. Es handelt sich um eine lokale Initiative zum Aufbau einer weiterführenden Schule, da das Sekundarschulwesen in Tansania noch ganz unzureichend ausgebaut ist. Ursprünglich existierten vier Klassenräume und einige Verwaltungsräume in Verbindung mit zwei Schlafsälen für Mädchen und Jungen, gruppiert um das halb verfallene Gebäude einer Grundschule.

Nach einer ersten Begegnung vor Ort und dem Gegenbesuch des Schulleiters in Bad Homburg wurde unter Federführung von Herrn von Wangenheim, unterstützt durch seine Frau und einige andere aktive Kolleginnen und Kollegen und Eltern, eine intensive Hilfstätigkeit begonnen. Jedes Jahr im November findet ein Afrika-Basar statt, bei dem die meisten Hilfsgelder gesammelt werden.

Zwei naturwissenschaftliche Unterrichtsräume, ein Mehrzweckgebäude für alle Schüler/innen, ein Bibliotheks- und Computerarbeitsraum, die Verbesserung der Wasserversorgung und eine Krankenstation (mit Hilfe vom Rotary-Club Bad Homburg-Schloss und seinem französischen Patenclub) sind bisher finanziert worden. Es können individuelle Ausbildungspatenschaften übernommen werden. Eine Schülergruppe in Begleitung einiger Lehrer, mehrere Abiturienten als Assistant Teacher und insbesondere das Ehepaar von Wangenheim haben bei wiederholten Besuchen den Kontakt gehalten und die Zusammenarbeit intensiviert. Ein reger Briefwechsel findet statt. Ein Verein wurde gegründet (MwangaSecondary School-Hilfe e.V.). Inzwischen ist das Projekt schon weit über die Schule hinaus bekannt. Wir freuen uns über jede weitere Unterstützung, denn Bildungist ein elementares Menschenrecht.Durch Autorenlesungen, Workshops für afrikanische Musik und die Beteiligung beim Festival Africa-alive wird das Interesse für Afrikas Kultur und Lebensweise geweckt. 

Incoming 2008

Nachdem in den vergangenen acht Jahren nur Reisen von Schülern und Lehrern der Humboldtschule nach Mwanga stattfanden, kamen dieses Jahr erstmalig tansanische Schüler nach Bad Homburg, um das Leben in Deutschland und an der Humboldtschule kennenzulernen und die Schulpartnerschaft  dadurch weiter zu vertiefen. Da der Besuch jedoch nur mit finanzieller Hilfe von außen möglich war, wurde der Austausch von ENSA, einer Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, unterstützt. Für die Zeit des Besuchs, der drei Wochen dauern sollte, war ein umfangreiches Programm geplant, das von Interessierten, bestehend aus Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften, vorbereitet und organisiert wurde. So kamen die afrikanischen Gäste, bestehend aus den Schülern Eva und Eric und dem Lehrer Mr. Sirima, am 26. Mai in Bad Homburg an. Die beiden tansanischen Schüler wurden bei Eltern von Schülerinnen und Schülern der Humboldtschule untergebracht.Nach einem Tag der Akklimatisierung begann für die Schüler das Programm. Zum einen besuchten sie den Unterricht der Humboldtschule, zum anderen unternahmen sie unterschiedlichste Ausflüge. So besuchten die Gäste u.a. Schloss Freudenberg, wo eine Entdeckungsreise durch die Welt der Sinne gemacht wurde, das Mathematikum in Gießen oder auch das Kalibergwerk in Merkers. Ferner fand eine Stadtführung durch Bad Homburg statt, bei der neben der Altstadt auch das jüdische Leben zur Zeit des Nationalsozialismus in Bad Homburg veranschaulicht wurde. Auch stand ein zweitägiger Ausflug nach Dörscheid auf dem Programm. Des weiteren wurden die Opelwerke in Rüsselsheim besichtigt, wobei im Vorfeld das Rüsselsheimer Stadt- und Industriemuseum besucht wurde.  Neben dem vielfältigen Programm war jedoch auch ein wenig Zeit, um mit Schülerinnen und Schülern der Humboldtschule die Freizeit zu verbringen.Wie schon erwähnt, nahmen die beiden tansanischen Schüler auch am Unterricht der Humboldtschule teil. Sie besuchten verschiedene Schulstunden, u.a. in den Fächern Englisch, Musik oder auch Kunst. Im Rahmen des Kunstunterrichts wirkten sie am Creative Arts Project mit. Hier sollten die tansanischen Schüler gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Humboldtschule jeden Tag ihre Erlebnisse und Eindrücke kreativ, durch bspw. eine Zeichnung, auf Papier bringen. Dadurch sollte ein „künstlerisches Tagebuch“ entstehen. Während des Besuchs wurde von den beiden Schülern Eva und Erik ein Vortrag vorbereitet, in dem sie den Schüleraustausch aus ihrer Sicht darstellen sollten. Dieser wurde gegen Ende der drei Wochen von den beiden präsentiert.Beendet wurde der Besuch der tansanischen Gäste einen Tag vor der Abreise mit einer Feier, an der viele Beteiligte des Austauschs teilnahmen und so die drei Wochen ausklingen ließen.                          (Sebastian Kley)

Kontakt: Mwanga Secondary School-Hilfe e.V., Jacobistr. 37 in 61348 Bad Homburg(Humboldtschule) Tel.06172/68 7070

www.ups-schulen.de (homepage der Unesco-Projekt-Schulen in Deutschland).

http://www.unesco.org/