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Eingeleitet wurde jeder Tag Punkt 9.00 Uhr mit Referaten einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Orientierungskurses, in denen sowohl fächerübergreifende Aspekte zum Thema „Die Farbe Blau“ als auch fachliche Hintergründe zum Farbensehen und Farbempfinden aus chemischer, physiologischer und physikalischer Sicht dargestellt wurden. Die sehr gut vorbereiteten und gekonnt präsentierten Fachreferate fanden den Beifall aller Mitschülerinnen und Mitschüler. Auch Professor Wagner und die Mitarbeiter seines Arbeitskreises (u. a. Dr. Lothar Fink und Edith Alig, die auch das Praktikum gewohnt engagiert betreuten) waren beeindruckt.
Präsentationen zu folgenden Themen wurden erstellt und vorgetragen:
· Redewendungen zum Thema „Blau“
· Therapeutische Wirkungen der Farbe Blau
(Die markierten Themen können als power-point-Präsentation heruntergeladen werden)


Ergänzende Vorlesungen
Nach den Präsentationen erklärten Prof. Wagner und Dr. Fink den Schülerinnen und Schülern die theoretischen Hintergründe der zu bearbeitenden Experimente im Labor. Dabei ging es im großen Hörsaal der Universität ganz schön zur Sache, da die Themen zum Teil weit über das Schulwissen und erst recht über das einer 11. Klasse hinausgingen. Aber Professor Wagner zeigte Verständnis und didaktisches Geschick in seinen Vorträgen, so dass auch schwierige Themen anschaulich erklärt wurden. Die Möglichkeit zu Zwischenfragen war jederzeit gegeben und wurde reichlich genutzt.
Themen der Vorträge von Professor Wagner und Dr. Fink
· Farbigkeit von Komplexverbindungen – Ligandenfeld-Theorie
· Struktur der Silikate
· Wichtige natürlich vorkommende Pigmente und Farbstoffe
· Fotochemische Reaktionen bei der Blaupause
· Synthetische Farbstoffe
Nach so viel Theorie konnte endlich der praktische Teil beginnen. Im Labor wurde jeden Tag ca. 3 Stunden experimentiert.

Neben Versuchen zur Komplexchemie (Berliner Blau / Preußisch Blau) wurden anorganische Pigmente hergestellt: Ultramarin, Ägyptisch Blau, Blau der Maya. Die Ansätze mussten zum Teil über Nacht im Ofen stehen und wurden am nächsten Tag weiter verarbeitet. Als Ergebnis konnte jeder ein strahlend blaues Pigment unterschiedlicher Tönungen mit nach Hause nehmen (und so zum Beispiel den Aquarell-Farbkasten bereichern).

Weitere Kunstwerke entstanden durch die Anwendung der Blaupause-Technik. Mit Hilfe von Kaliumhexacyanoferrat-Lösungen wurde ein lichtempfindliches Papier hergestellt, auf dem mit Hilfe des Overhead-Projektors verschiedene Gegenstände (hier ein Farnblatt) gedruckt wurden.



Zum Abschluss der Projektwoche ging es zum Industriepark Frankfurt-Höchst. Zunächst konnte der historische Pölzig-Bau der ehemaligen Farbwerke mit der „Hoechst-Brücke“ besichtigt werden.


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