Humboldtschule

 

 

 

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Erfahrungsbericht über einen Auslandsaufenthalt in England 2004

Barsties, Michael Lionel

MBarsties@web.de

Erfahrungsbericht:

Zunächst einmal kann ich jedem stark empfehlen sich an eine Organisation zu wenden, um den Auslandsaufenthalt möglichst angenehm zu gestalten. Sie kennt sich mit den Schulen aus und hat eine langjährige Erfahrung. Sie regelt sämtlichen Schriftverkehr mit den Schulen und betreut den Schüler auch während des Aufenthaltes. Einmal angekommen ist man nach einer kleinen Eingewöhnungsphase schnell integriert, da in britischen Internaten besonders viel wert auf eine gewisse Sozialisierung im Umgang mit Mitschülern gelegt wird. Als Schüler ist man den ganzen Tag in die Schule eingeplant. Es gibt fast keine Minute in der man alleine oder ohne Aufgabe ist. In den ersten Unterrichtsstunden mag es einem noch schwer fallen, dem Inhalt zu folgen, doch dies legt sich nach einigen Tagen des „Reinhörens“.

Zu den Stimmungsschwankungen ist zu sagen, dass es mir am ersten Tag sehr schwer fiel, mir vorzustellen die nächsten 6 Wochen in dem doch recht kleinen Zimmer zu verbringen. Wenn es dann Richtung half term und dem damit verbundenen Urlaub zugeht, freut man sich auf seine Familie und die zurückgelassenen Freunde. Auch das nochmalige Abreisen ins Gastland fällt dem ein oder anderen vielleicht schwer. Sobald man jedoch wieder im Schulalltag eingegliedert ist, gewöhnt man sich schnell wieder an das dortige Leben und genießt die Vorteile.

Bei mir war es jedoch wenige Wochen vor der endgültigen Abreise so, dass ich mich wieder auf mein Heimatland freute. Kaum ging ich hier wieder zur Schule, vermisste ich aber die Zeit in England – kurz: War ich in England, vermisste ich Deutschland, war ich in Deutschland, vermisste ich England!

Highlight des Aufenthaltes war auf jeden Fall das Wochenende in London, welches ich mit Jurij Lender in einer Wohnung, die einem Freund des Vaters gehörte, im Nobelviertel Chelsea verbrachte. London ist eine interessante Stadt und wir hatten eine Menge Spaß – günstig war es jedoch leider nicht.

Ich bin der Meinung, dass jeder einmal einen längeren Auslandsaufenthalt erfahren sollte, da es einem hilft, das Leben mal aus einem anderen Blickwinkel aus zu betrachten. Sachen die in Deutschland als Standard angesehen werden, gelten dort als Luxus und umgekehrt. Auch das Schulsystem ist sehr interessant, in meinen Augen sogar besser als das deutsche.

Tipps:

unbedingt mit einer Internatsberatung zusammenarbeiten – die Gebühren sind im Vergleich zum Aufenthalt sehr gering und es hilft wahnsinnig

Benötigte Sachen (Anziehsachen, etc.) sind von Schule zu Schule unterschiedlich; man sollte sich aber unbedingt an diese Richtlinien halten (insbesondere, was die Schuluniform angeht)

Während des Aufenthaltes den Kontakt zu Deutschen relativ knapp halten, auch wenn es schwierig erscheint. Ich persönlich habe festgestellt, dass mein Englisch in den letzten Wochen stark litt, weil ich mich öfter mit anderen Deutschen unterhielt.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

M. Barsties