2. Überblick
Die Mwanga High School (MHS)
- früher "Mwanga Secondary School" (MSS) Stand: 01.03.2011
-
Internationale Schulpartnerschaft am Fuße des Kilimandscharo

In unterschiedlichen Publikationen der Humboldtschule wurden in den vergangenen Jahren Berichte über unsere tansanische Schulpartnerschaft veröffentlicht. Der jährliche Schulbasar bietet Informationen für Interessenten, trotzdem wird aber immer wieder nachgefragt, was es mit der Schulpartnerschaft zwischen Humboldtschule und Mwanga High School auf sich hat. Hier sollen deshalb einem breiteren Publikum Grundinformationen gegeben werden und die Interessierten in der Humboldtschule (HUS) über die Entwicklungen und Projekte in und mit der Mwanga High School (MHS) auf dem Laufenden gehalten werden.
Um die Arbeit insgesamt effektiver zu gestalten, hat die HUS einen Verein gegründet. Es handelt sich um den „Mwanga High School – Hilfe e. V.“, der vom Finanzamt Bad Homburg als gemeinnützig und wohltätig anerkannt ist und damit für Spenden steuerbegünstigte Quittungen ausstellen kann.
Die MHS ist eine Privatschule in Mwanga, einer Stadt von ca. 4.000 Einwohnern im Distrikt gleichen Namens ungefähr 50 km süd-östlich des berühmten Kilimandscharo in Tansania/Ostafrika. Mwanga liegt an der Fernstraße Arusha – Daressalam, nicht weit von der kenianischen Grenze. Der Distrikt hat 120.000 Einwohner und eine fast ausschließlich landwirtschaftliche Struktur mit Lebensmittelanbau für den Verzehr im Land, aber auch Exportanbau wie Kaffee, Baumwolle und Sisal.
Die MSS war eine von 39 weiterführenden, zum mittleren Abschluss führenden Schulen im Distrikt. Sie ist durch Hinzufügung der Oberstufe (Form V und VI) seit 2008 eine der wenigen zur Hochschulreife führenden High Schools mit gegenwärtig ca. 600 Schülerinnen und Schülern, von denen ca. 540 im Internat leben und 60 aus der Stadt oder näheren Umgebung als Tagesschüler kommen.
Der Unterricht erfolgte bisher in den Jahrgängen 8 bis 11 (Form I - IV), jetzt sind die Jahrgangsstufen 12 und 13 dazu gekommen. Klassen mit über 60 Schülerinnen und Schülern stellen nichts Außergewöhnliches dar. Der Unterricht wird z. Z. von 15 Lehrerinnen und Lehrern erteilt. Am Vormittag bis 14.00 Uhr finden 9 Unterrichtsstunden zu je 40 Minuten statt, am Nachmittag besteht für die Internatsschüler die Möglichkeit für verschiedene Aktivitäten, vor allem aber zur Erledigung der Hausaufgaben und zum zusätzlichen Studium unter Anleitung von Lehrern, was sich bis in den Abend hinziehen kann. Einem Besucher aus Deutschland fällt sofort auf, mit welchem Eifer und welcher Ernsthaftigkeit die vorhandenen Möglichkeiten zur Schulbildung genutzt werden. Es ist ein Privileg, in eine solche Privatschule gehen zu dürfen, aber das ist für die dortigen Verhältnisse teuer.
Obwohl auch in Tansania der Schulbesuch kostenlos sein soll, sieht die Wirklichkeit anders aus. Selbst die obligatorische Grundschule bis zur 7. Klasse kostet Schulgeld für Schuluniform, Unterrichtsmaterialien u. a., das viele Familien nicht aufbringen können. Es kommt nicht selten vor, dass ganze Groß-Familien finanziell dazu beitragen müssen, einzelnen Kindern eine entsprechende Ausbildung zu ermöglichen. Auf der anderen Seite ist es aber auch leider nicht selten, dass begabte Schüler nicht auf eine weiterführende Schule wechseln können bzw. diese vorzeitig verlassen müssen, weil die finanziellen Mittel der Familie erschöpft sind.
Unsere Partnerschaft
Der Wunsch, dass unsere Beziehung zu der Schule in Afrika keine bloße Mildtätigkeitsaktion zur Besänftigung unseres sozialen Gewissens sein, sondern eine wirkliche Partnerschaft werden sollte, ist im Laufe des vierzehnjährigen Bestehens dieser Schulbeziehung in der Tat erreicht worden.
Ein kurzer Überblick über die durchgeführten persönlichen gegenseitigen Besuche zum Kennenlernen des Partners nach der Unterzeichnung der Schulpartnerschaft 1996:
|
1997 |
2 Lehrer der HUS, Ernst und Sigrid v. Wangenheim, besuchen die MSS für drei Wochen und werden mit großer Gastfreundlichkeit aufgenommen. Die gewonnenen unvergesslichen Eindrücke werden in verschiedenen Veranstaltungen zu Hause berichtet, um der Schulgemeinde das Erlebte zu vermitteln. |
|
1998 |
Eine Gruppe aus 6 Lehrern und weiteren Erwachsenen unter Leitung von Ulrich Nolte, dem Schulleiter der HUS, mit 6 Schülern und Schülerinnen verbringt 3 Wochen in Mwanga, hilft z. T. mit beim Ausbau der Schule und erlebt die tansanische Gastfreundschaft. Der Bericht zu Hause über die begeisternden Erlebnisse stößt auf lebhaftes Interesse. |
|
1999 |
Ernst und Sigrid von Wangenheim sammeln während eines neuerlichen 3-wöchigen Aufenthaltes weitere positive Eindrücke in der MSS und stellen fest, mit welcher Schnelligkeit die angelaufene Hilfe der HUS positive Veränderungen bringt. |
|
Besuch des MSS-Schulleiters in der HUS Nov./Dez.1999 |
Eliet Senkoro kommt mit seiner Frau auf Einladung der HUS und anderer Freunde nach Bad Homburg und berichtet in Klassen der HUS von seiner Schule. Dieser Besuch hinterlässt einen lebendigen Eindruck, da der Schulleiter der MSS diesmal selbst Fragen beantworten kann. |
|
2000 |
Die zwei Abiturienten Tim Hellbusch und Anne Peters gehen für 6 Wochen als “Assistant Teachers“ nach Mwanga und machen dort ganz neue Erfahrungen. Sie werden begleitet von Eugen Wirsing, der als Computer-Experte die gespendeten und inzwischen in Mwanga eingetroffenen PCs für einen Grundlagenunterricht installiert und vernetzt. Zurück in Bad Homburg berichten alle drei begeistert über ihre Erfahrungen. |
|
2001 |
Die zwei Abiturienten Maria v. Oettingen und Andreas Weber machen es ihren Vorgängern nach und verbringen ebenfalls 6 Wochen als “Assistant Teachers“. Sie werden mit offenen Armen aufgenommen und bereichern mit ihrer Arbeit den Unterricht. Auch sie berichten in der HUS begeistert von ihren Erlebnissen. |
|
2002 |
Eugen Wirsing – inzwischen „unser“ Computer-Experte – fliegt im Juli-August für insgesamt 6 Wochen runter, um die Computer der MSS zu warten und auf neuen Stand zu bringen – und dann auch in feierlichem Rahmen in Anwesenheit der örtlichen Honoratioren den Computer-Lehrraum offiziell einzuweihen. Heide Wirsing sowie Ernst und Sigrid v. Wangenheim folgen Eugen Wirsing 3 Wochen später zu einem 3-wöchigen Aufenthalt in der MSS. Die Aufnahme in der MSS ist – wie die vorangegangenen Male – sehr herzlich, und es werden die laufenden und zukünftige Projekte besprochen. |
|
2002/2003 |
Antje Kampmann, die an der Humboldtschule 2002 mit den Fächern Mathematik, Musik und Sport ihr zweites Staatsexamen abgelegt hat, fährt für 9 Monate nach Mwanga, um dort als Assistant Teacher zu helfen und Erfahrungen zu sammeln. |
|
2003 |
In den Sommerferien fährt eine Gruppe von 10 Abiturient(inn)en unter der Leitung von Heinz Höhler und seiner Frau Ingrid nach Mwanga. Die Gruppe wird – wie alle Vorgänger – mit offenen Armen empfangen und engagiert sich in Aufbauarbeiten, Beratung im Computerunterricht u.a. Zurück in Bad Homburg berichten die Teilnehmer differenziert über ihre Erfahrungen. Für alle war der Aufenthalt ein sehr wichtiges Erlebnis, das sie nicht missen möchten. |
|
Besuch des MSS- Schulleiters in der HUS 2004 |
Vom 7.6. bis 7.7.2004 sind Eliet Senkoro und seine Frau Evaline Kivuyo mit Unterbrechungen in Bad Homburg und nehmen am Schulleben der HUS teil. In den Klassen und Kursen, die sie besuchen, gelingt es ihnen, afrikanisches Leben und afrikanische Kultur zu vermitteln und die Schulpartnerschaft lebendig werden zu lassen. |
|
2004 |
Wieder in den Sommerferien fahren die Ehepaare Nolte, v. Wangenheim und Wirsing für drei Wochen nach Mwanga. Die Aufbauarbeit der MSS hat riesige Fortschritte dank des unermüdlichen Einsatzes des MSS-Schulleiters Senkoro gemacht. Im Namen von Schulleiter Ulrich Nolte wird der “Corner Stone“ des Erweiterungsbaus für die Jungen-Unterkünfte enthüllt. Weitere Projekte für die MSS werden geplant und detailliert besprochen. Zurück in Bad Homburg findet der Bericht über den neuerlichen Aufenthalt reges Interesse. |
|
2004/2005 |
Vom 3.12.2004 bis 29.1.2005 fliegen Eugen Wirsing und Dr. Lutz Kampmann nach Mwanga, um die im großen Container runter geschickten Computer und anderen Geräte anzuschließen. Diese segensreiche Arbeit ist gar nicht hoch genug einzuschätzen, denn ohne diesen freiwilligen Einsatz könnten die Computer überhaupt nicht benutzt werden. Herzlichen Dank!! |
|
Besuch des MSS- Schulleiters in der HUS 2005 |
Vom 09.-23.05.2005 besucht Schulleiter Eliet Senkoro die Humboldtschule zu weiterem Erfahrungsaustausch und Gesprächen über anstehende Projekte. Auch der Besuch von Schulklassen und viele Gespräche mit Schülern finden statt. Im November fliegt Dr. Lutz Kampmann nach Tansania, um die an die MSS geschickte USV-Anlage zur verlässlichen Stromversorgung der Computer anzuschließen. Trotz erheblicher Anstrengungen gelingt dies in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht; die Anlage muss bis zum Eintreffen von Eugen Wirsing im Juli 2006 warten. |
|
2006 |
Im Juli/August 2006 fährt eine Gruppe von 7 Personen zur MSS: zum ersten Mal unsere Mwanga-Vereins-Vorsitzende Gerlinde Simon und ihr Ehemann, des Weiteren die Ehepaare Wirsing und v. Wangenheim und die Abiturientin Julia Kanis. Julia bleibt sieben Wochen als „Assistant Teacher“ und Eugen Wirsing ebenso lange. Der letztere wartet wieder die technischen Geräte und bringt die USV-Anlage tatsächlich zum Laufen. Die restlichen fünf Gruppenmitglieder bleiben dieses Mal vier Wochen. Die Aufnahme ist wie immer überaus herzlich. Zu Beginn des Aufenthaltes wird die neue, mit den Einnahmen des letzten Basars gebaute Versammlungshalle feierlich ihrer Bestimmung übergeben. Viele Besuche, Zusammenkünfte und Gespräche festigen die Partnerschaft und bereiten das neue große Projekt der Errichtung einer “High School“ (Oberstufe) an der MSS vor. |
|
2007
2008
2009
2010
2010/2011
|
In diesem Jahr sind wieder zwei Abiturientinnen voller Tatendrang für einen 8-wöchigen Aufenthalt nach Mwanga als Assistant Teachers geflogen. Lisa Meinecke und Ann-Kathrin Petith berichten begeistert von ihren Erlebnissen in der Mitgliederversammlung des "MSS-Hilfe e.V." am 27.9.07.
Mit Aufnahme der Unterrichtstätigkeit in der neu gegründeten Oberstufe in Mwanga steht die offizielle Einweihung an. Die HUS wird zur Teilnahme sehr herzlich eingeladen, und es fährt eine Delegation unter Leitung Herrn Noltes zu diesem Festakt am 28.3.2008. Mit von der Partie sind Frau Arneth, das Ehepaar Simon mit ihrem Sohn Kasimir (Abiturient der HUS und einer der Assistant Teachers in Mwanga im Juli/August 2008) sowie die Ehepaare Wirsing und v. Wangenheim. Die Aufnahme der Gruppe zeichnet sich wieder durch große Herzlichkeit und Gastfreundschaft aus.
Vom 26.5.-16.6.08 findet der erste Besuch einer Austauschgruppe aus Tansania in der HUS statt. Dank der Aufnahme unserer Schulpartnerschaft in das ENSA-Programm (Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm) des BMZ und damit einer weitgehenden Kostendeckung dieses Pilotprojektes können Eva und Eric sowie der begleitende Lehrer Anthony Sirima nach Bad Homburg kommen. Sie nehmen an einem gründlich vorbereiteten, umfangreichen Programm teil und fühlen sich durch die offene Aufnahme durch die HUS-Schüler und das Kollegium sehr wohl.
Parallel zur Austauschgruppe besuchen der Schulleiter der Mwanga High School, Mr Eliet Senkoro, und seine Frau Evaline Bad Homburg und Berlin vom 26.5.-25.6.08.
Der Gegenbesuch einer Schülergruppe der HUS für drei Wochen im Juli '09 wird intensiv vorbereitet: 5 Schülerinnen und 3 Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 nehmen teil und werden von den Kollegen Frau Redlich und Herrn Schilling begleitet. Der Erfolg ist überwältigend. Die Gruppe entwickelt und erlebt eine neue Form von Freundschaft, wird mit offenen Armen von den Schülerinnen und Schülern der MHS empfangen und kommt begeistert von ihrem Erlebnis Tansania zurück. Vom 10.06. bis 03.07.10 ist eine MHS-Lernreise-Gruppe, bestehend aus 6 Schülerinnen und Schülern und begleitet von Mrs. Mena Kengera und Mr. Damas, zum Gegenbesuch in der Humboldtschule. Dieser Besuch ist ein großer Erfolg. Das Programm beinhaltet zahlreiche Aktivitäten und Begegnungen in der HUS und eine Vielzahl an für die tansanischen Jugendlichen interessanten Ausflügen. Darüber hinaus lernen sie bei ihren Gastgebern das Leben in deutschen Familien kennen und bekommen einen Einblick in die deutsche Kultur.
Auch dieser Besuch ist intensiv in Tansania vorbereitet worden und erfährt eine Nachbereitung nach der Rückkehr in Mwanga u. a. durch eine Präsentation für die ganze Schule, in der die Zurückgebliebenen über die Erlebnisse der Heimkehrer informiert werden.
Im Herbst 2010 wurde wieder mit dem Sammeln von Spendengütern für einen weiteren Container begonnen. Das ging aber nur, nachdem es nach anfangs vergeblicher Suche gelang, von der Stadt Bad Homburg im alten Postgebäude ein Lager zu bekommen. Dieses war ebenerdig und so geräumig, dass alle Spendengüter dort gesammelt, gereinigt, auseinder genommen und verpackt werden konnten.
Es liegt auf der Hand, dass viel Arbeit und Zeit investiert werden mussten, bis die vielen Gegenstände unterschiedlicher Firmen, aus einer Frankfurter Schule und aus der HUS in den Container geladen werden konnten. Der 12 m Container selbst war ein Geschenk einer Frankfurter Spedition. Er sollte insbebesondere weitere Ausrüstung für die Naturwissenschaften nach Mwanga bringen, aber auch für den Computerraum gab es neue (gebrauchte) Geräte. Als nach umfangreicher langer Vorbereitung der Transport mit Unbterstützung der GIZ am 01. April 2011 auf die Reise nach Ostafrika ging, war das Aufatmen bei den Bad Homburger Aktiven groß. Aber der Transport sollte diesmal besonders lange dauern. Nach Mombasa konnte das Schiff wegen Überfüllung des Hafens erst nach längerem Liegen auf Reede einlaufen, und nachdem der Container am 02. Juni an den Spediteur freigegeben worden war, dauerte es wegen der Zollformalitäten noch bis Mitte Juli, bevor der Transport in Mwanga eintraf. Positiv ist diesmal zu vermerken, dass keine Zoll- oder Liegegebühren anfielen. Die intensiven Verhandlungen mit der Zollbehörde im Vorfeld hatte Früchte gezeigt. Herr Wirsing empfing den Container in Mwanga und war beim Entladen der Geräte und deren Aufbau wieder dabei. Allerdings hatte er 5 Wochen warten müssen, weil er zum ursprünglichen geplanten Ankunftstermin bedreits vor Ort war.
|
Die Projekte
Allen Beteiligten an der Vorbereitung und Durchführung der Kontakte der HUS war schon 1996 klar, dass die Beziehung zu einer Schule in einem der ärmsten Länder der Erde nicht ohne finanzielle Unterstützung sinnvoll sein würde. Dass wir im Laufe der Zeit aber einen solchen Erfolg haben würden, war nicht abzusehen. Wie sich die an die Mwanga Secondary School fließenden Mittel im Laufe der zurückliegenden Jahre entwickelt haben, grenzt ans Fabelhafte. Es sei an dieser Stelle allen Spendern für die im Folgenden aufgeführten Projekte sehr herzlich für ihre fantastischen Beiträge und großzügigen Spenden gedankt. Ohne diese Zuwendungen und ohne die Einnahmen durch die jährlichen Tansania-Basare hätte die Mwanga Secondary School nicht eine solch positive Entwicklung in so kurzer Zeit nehmen können.
Insgesamt hat die Humboldtschule bisher folgende Projekte finanziert bzw. bei der Finanzierung oder Realisierung geholfen:
-
1997/98: Ein Fachraumgebäude (Laboratories) für die Naturwissenschaften mit einem Fach- und Übungsraum für Biologie und einem für Physik und Chemie mit jeweils einem kleinen angrenzenden Sammlungsraum (Innenausstattung durch Rotary Club Bad Homburg-Schloss) - Damals 180 Schüler(innen)
-
1998: Eine Buchaktion zur Beschaffung einer größeren Zahl von Fachbüchern für den naturwissenschaftlichen Unterricht
-
1999: Eine Mehrzweckhalle für Versammlungen, Prüfungen und zur Einnahme der Mahlzeiten (Möblierung durch Rotary Club Bad Homburg-Schloss)
-
1999: Errichtung eines Wasserbehälters für 50.000 Liter
-
1999: Errichtung eines Hochwasserbehälters für die Naturwissenschaften für 1.000 Liter
-
2000: Die Einrichtung eines Patenschaftsprogramms, aus dem das Schulgeld für begabte, besonders bedürftige Schüler(innen) bezahlt wird (gegenwärtig 32)
-
2000: Schüler(innen)-Aktion: „Schüler(innen) schenken Schüler(innen) ein Heft“ mit in der Schülerschaft gesammeltem Geld zum Kauf von Heften und Lexika
-
2000: Versand einer Lieferung von 7 gespendeten PC-Einheiten (486er mit Monitor, Tastatur und Maus) sowie 3 Druckern + spätere Aufstockung um weitere 6 PCs; Mittel für die Errichtung eines Gebäudes mit einem Klassenraum für den Computer-Unterricht und Bibliothek
-
2001: 7 Laptops
-
2002: Betten für die Schlafhäuser der Schülerinnen und Schüler
-
2002: Die Errichtung einer Krankenstation mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Daressalam und dem Rotary Club Bad Homburg-Schloss
-
2002: Finanzierung der Bohrung eines eigenen Brunnens zur Wasserversorgung der ganzen Schule (62 m tief, ca. 50 m³/Tag)
-
2003: 5 Laptops; Errichtung eines Hühnerhauses für 400 bis 600 Legehennen; Einrichtung eines Gemüsegartens für die Verbesserung des Speiseplans (ermöglicht durch den Brunnenbau in 2002)
-
2003 / 2004: Zwei Erweiterungsbauten für die Mädchen- und Jungenunterkünfte und weitere Betten
- 2004: Versand eines Containers mit Computern und Schulausrüstung
-
2004: Einrichtung eines Internet-Zugangs über Satellit durch den Frankfurter Verein PROBONO
-
Ab 2004: English-Kisuaheli und Kisuaheli-English Wörterbücher für alle Schüler(innen)
-
2005: Drei Gebäude mit 6 Lehrerwohnungen
-
2001 + 2005: Sanierung von vier Gebäuden für den Unterricht
-
2006: Eine zweite Versammlungshalle für Prüfungen u. a.
-
2005 - 2007: Ein 7,5 to IVECO-LKW wird dem Verein für die MSS geschenkt, instand gesetzt, mit Containern ausgestattet und mit Hilfsgütern beladen. Ankunft in Mwanga am 03.02.2007. Dort Ausstattung des Lkw mit einem Aufbau für Personen- und Gütertransporte
-
2007/2008: Ein 6m-Container wird nach Sammeln und Verpacken der Fracht mit Computern, Monitoren, Tischen, Stühlen, Fahrrädern und vor allem mit 8 großen Wandtafeln beladen und am 17.12.07 auf den Weg gebracht. Nach langer Odyssee mit Zwischenlagerung im Oman trifft der Container endlich am 13.3.08 in Mwanga ein. Das Entladen wird zum Fest!
-
2007/2008: Es wird ein Oberstufengebäude für die Jahrgänge 12 und 13 (Form V + VI) errichtet. Die offizielle Einweihung war am 28.3.2008; die Fertigstellung des Obergeschosses erfolgt im Laufe des Jahres 2008, damit der Abschlussjahrgang 2009 den Unterricht aufnehmen kann.
-
2009: Es wird ein weiteres Haus mit zwei Wohnungen für neue Oberstufenlehrer gebaut - ein wichtiges Mittel zum Anwerben von guten Lehrkräften.
- 2009: Ein 12m-Container mit Schulausrüstung aus den Beständen der HUS für den naturwissenschaftlichen Oberstufenunterricht in Mwanga wird zusammen mit vielen anderen für die MHS wichtigen Dinge auf die Reise geschickt.
- 2010/11: Ein für den naturwissenschaftlichen Oberstufen-Unterricht notwendiges Gebäude mit Fachräumen für Physik, Chemie und Biologie wird mit Spendengeldern (Mwanga-Basar und andere Aktivitäten zum Fundraising)) errichtet und ausgestattet.
-
Heute ca. 600 Schüler(innen)!
u. v. m.
Der Schulleiter der MHS
Die Tatsache, dass so viel in so kurzer Zeit erreicht werden konnte, gründet sich auf die glückliche Zusammenfügung zweier Umstände: Einmal haben wir in der HUS eine Schulgemeinde, die von der Sinnhaftigkeit unserer Partnerschaft überzeugt ist und viele Spenden aufgebracht hat, zum anderen haben wir in Eliet Senkoro, dem Schulleiter der MHS, einen Garanten auf afrikanischer Seite gefunden, der für die korrekte Abwicklung aller Projekte bürgt. Von Anfang an hat er über die Verwendung jeder Mark / jedes Euro genauestens Rechnung gelegt – was in Ländern dieser Region nicht selbstverständlich ist – und hat damit unseren Spendenwilligen die Gewissheit gegeben, dass ihre Zuwendungen in vollem Umfang in die beabsichtigten Projekte geflossen sind. Darüber hinaus ist er sehr aktiv und beginnt Projekte, die er schon längst auf dem Papier vorgeplant hat, in dem Moment, in dem er die notwendigen Mittel in Händen hält. Diese Verlässlichkeit und die laufende Dokumentation in Schrift und Foto dessen, was geleistet worden ist, unterstützt wiederum die Spendenwilligkeit der Sponsoren unserer Schulpartnerschaft. So greift das Eine ins Andere.
Ausblicke
Die gegenseitigen Besuche zeigen, dass wir mit unserem Konzept der Partnerschaft auf dem richtigen Weg sind. Die Idee der Völkerverständigung kann auf schulischer Ebene nur auf diese Weise erfolgreich sein.
Um das schulische Angebot insgesamt zu optimieren, werden wir in Zukunft nach der besseren räumlichen Ausstattung versuchen müssen, eine Erhöhung der Unterrichtsqualität zu erreichen. Hierzu ist vor allem eine ausreichende Ausstattung der Schule mit Lernmaterialien notwendig. Es stehen den Schülerinnen und Schülern immer noch zu wenige Bücher zur Verfügung, da diese sehr teuer sind, und an anderen Unterrichtsmaterialien mangelt es ebenfalls in allen Bereichen. Unterricht heißt in Mwanga vor allem: von der Tafel abschreiben und auswendig lernen.
Endlich ist sie erreicht: die Erweiterung der MSS um die zwei Jahrgangsstufen der High School. Mit der Einrichtung der Oberstufe können wir die Schülerinnen und Schüler jetzt so fördern, dass alle Begabten eine nachhaltige Ausbildung mit Berufschancen erhalten, die für die meisten heute noch ein Traum sind. Die Arbeiten an der High School haben im Januar 2007 begonnen und wurden 2008/2009 abgeschlossen.
Wir sind alle aufgerufen, diese Schulpartnerschaft weiter zu unterstützen und zu tragen, damit die Mwanga High School eine Bildungseinrichtung wird, die ihren Schülerinnen und Schülern eine für afrikanische Verhältnisse optimale Ausbildung bieten kann. Auf dem Weg dahin ist sie ein großes Stück voran gekommen: Zu Beginn unserer Partnerschaft hatte die Mwanga Secondary School im nationalen Ranking, d.h. dem Vergleich aller Schulen im Land, eine Position im untersten Zehntel, heute (2010/11) hat sie die Position 170 von landesweit 3.196 Schulen.