![]() |
| ► Allgemeines |
|
► Namensgeber ► Lageplan ► Unterrichtszeit ► Schulgremien ► Beratungsmgl. ► Schulregelwerk ► HUS-Infos |
| ► Aktuelles |
| ► Terminpläne | ► Schulprofil |
| ► Schulprogramm |
| ► Oberstufe |
| ► Unterricht |
| ► Projekte |
| ► Mwanga |
| ► Kiosk |
| ► Förderverein |
| ► Downloads |
| ► Impressum |
(14.9.1769 - 6.5.1859)
ist der jüngere Bruder von Wilhelm von Humboldt. Nach naturwissenschaftlichen Studien und einem Studium der Bergbauwissenschaften trat er als Bergbauassessor in den preußischen Staatsdienst ein.
Sein Interesse an der Erkundung ferner Länder führte ihn als Leiter einer Forschungsexpedition nach Südamerika. Sein Begleiter war der französische Botaniker Bonpland. Sie forschten 1799-1804 im Gebiet der heutigen Staaten Venezuela, Kuba, Kolumbien, Ecuador, Peru und Mexiko und kehrten über Kuba und die USA nach Europa zurück. Alexander von Humboldt verwirklichte erstmals mit Hilfe exakter Messinstrumente ökologische Landschaftsforschung, führte u. a. genaue Ortsbestimmungen und Höhenmessungen durch, bestimmte den Verlauf des Casiquiare, ein tropischer Fluss im Amazonasgebiet, und bestieg als erster den fast 6000 m hohen Chimborazo in Ekuador.
Diese Bergbesteigung stellte in der damaligen Zeit eine unglaubliche bergsteigerische Leistung dar. Selbst Reinhold Messner, der eine Expedition auf den Spuren von Humboldt organisierte, beschrieb in einer Fernsehsendung, dass er auch mit seiner Bergerfahrung mit der damaligen Ausrüstung an der gleichen Stelle hätte umkehren müssen. Humboldt beschrieb nach dieser Bergbesteigung die Klima- und Vegetationszonen der Erde, weil er während dieser Besteigung sämtliche Zonen vom tropischen Regenwald bis zur Arktis in vertikaler Abfolge durchwandern und beobachten konnte. Seine Erkenntnisse nutzen wir noch heute im Geografieunterricht.
Er maß die Temperaturen der später nach ihm benannten kalten Meeresströmung vor der Westküste Amerikas, deren Umkehrung alle paar Jahre für das so genannte El-nino-Phänomen sorgt, das uns im Jahr 1997/98 wieder einmal weltweit sehr zu schaffen machte.
Nach seiner Rückkehr vom amerikanischen Doppelkontinent lebte er bis 1827 meist in Paris, wo er mit den berühmtesten Naturwissenschaftlern seiner Zeit zusammenarbeitete. Er wertete dort seine umfangreichen Forschungsreisen aus, schrieb Veröffentlichungen über Geografie, Geologie, Meereskunde, Botanik, Klimakunde, Ethnologie, Archäologie, Sprach- und Kulturwissenschaften. Für die Geografie begründete er die moderne Landeskunde.
1827 kehrte er nach Berlin zurück. Von dort aus führte er ab 1829 eine vom russischen Zaren angeregte Expedition in das asiatische Russland durch. Zusammen mit C. F. Gauss richtete er ein weltweit durchgeführtes Netz von erdmagnetischen Beobachtungsstationen ein. Ab 1830 arbeitete Alexander von Humboldt an einer Darstellung des gesamten Wissens über die Erde (Kosmos: Entwurf einer physikalischen Weltbeschreibung, 5 Bde 1845-62).
Alexander war ein typischer Allround-Gelehrter, der noch fast das gesamte naturwissenschaftliche Wissen seiner Zeit überblickte, was heute natürlich wegen der seitdem zu verzeichnenden explosionsartigen Wissensvermehrung absolut unmöglich wäre. Noch heute ist Alexander von Humboldt in vielen Ländern der Erde der berühmteste Europäer überhaupt und insbesondere in Südamerika trifft man noch an vielen Orten auf seine Spuren.
Für unsere Schule hat er sicher Vorbildcharakter.
Durch unsere Mitarbeit bei den UNESCO-Projektschulen und durch die
naturwissenschaftliche Arbeit und Ausstattung der Schule wird dies
unterstrichen.
(22.6.1767- 8.4.1835)
war ein berühmter Gelehrter und Politiker seiner Zeit. Nach seinem Studium war er zunächst am Berliner Kammergericht tätig. Danach widmete er sich philosophischen und literarischen Untersuchungen und Studien. Ab 1809 war er Leiter des preußischen Kultur- und Unterrichtswesens und plante die Berliner Universität (Humboldt-Universität) und das humanistische Gymnasium. Als Staatsminister vertrat er Preußen auf dem Wiener Kongress (1815).
1819 schied er nach seiner Entlassung als Minister u. a. wegen seiner Ablehnung der Karlsbader Beschlüsse aus der Politik aus. Mit ihm verlor die Regierung einen der letzten Verfechter einer preußischen Verfassung.
Entsprechend seiner Vorstellung von universaler Bildung und einem humanistischen Menschenbild gliederte sich das von ihm entworfene Schulkonzept in drei Stufen:
Auch Wilhelm von Humboldt als bedeutender Sprachwissenschaftler, Bildungsreformer und Philosoph hat für uns eine wichtige Bedeutung.
Das auch heute noch an der Universität praktizierte Konzept der Einheit von Forschung und Lehre stammt weitgehend von ihm. Die Philosophie als die Wissenschaften übergreifendes Fach spielt in seinem Denken eine große Rolle.
Die Lebens- und Wirkungsgeschichte beider Männer ist auch heute noch eine Beschäftigung im Unterricht aller Schulstufen wert. Die Lektüre der Lebensgeschichte ist sehr zu empfehlen.